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Kuka bringt neues Robotik-Betriebssystem

Roboter intuitiv wie Smartphones bedienen

12. April 2021, 23:26 Uhr   |  Andreas Knoll

Roboter intuitiv wie Smartphones bedienen
© Kuka

Mit einem kompletten Ecosystem wird das neue Robotik-Betriebssystem iiQKA.OS von Kuka gekoppelt sein.

Kuka hat auf der digitalen Hannover Messe erste Elemente seines neuen Robotik-Betriebssystems »iiQKA.OS« präsentiert, das die Roboternutzung stark vereinfachen soll. Es ist als Basis des »iiQKA«-Ecosystems vorgesehen, das problemlosen Zugang zu Lösungen von Kuka und von Drittanbietern eröffnet.

Das iiQKA.OS-Betriebssystem soll die Basis eines kompletten Ecosystems bilden, Zugang zu Programmen, Apps, Services oder Zubehör eröffnen und leicht zu installieren, zu bedienen und zu erweitern sein. Eignen soll es sich gleichermaßen für Newcomer und alle, die Automatisierungsexperten sind oder werden wollen.

»Automatisierung ist einer der Megatrends unserer Zeit«, erläutert Dr. Kristina Wagner, Vice President Corporate Research & Director Robot X-perience. »Deshalb hat sich Kuka im Rahmen der ‚Mission 2030‘ zum Ziel gesetzt, Automatisierung auf Roboterbasis für alle leicht verfügbar zu machen.« Das Wachstumspotenzial der Robotik sei riesig: Nach einer McKinsey-Studie von vor zwei Jahren seien erst fünf Prozent der mit Robotik automatisierbaren Anwendungen umgesetzt. Auch Klaus König, CEO von Kuka Robotics, erwartet eine steigende Nachfrage nach Automatisierung per Roboter. Alles überlagernd sei dabei »der Wunsch nach Einfachheit und intuitiver Nutzung«.

Genau dort setzen das Betriebssystem iiQKA.OS und das iiQKA-Ecosystem an: Das Betriebssystem beruht auf einer modularen Software-Architektur und bietet intuitive Funktionen, die über die gesamte User Journey hinweg integriert sind. Es soll so Anfängern einen schnellen Einstieg in die Robotik und erfahrenen Anwendern eine Verbesserung ihrer Automatisierungsprozesse ermöglichen.

Gesamtsystem aus Hard- und Software ist entscheidend

Für die Benutzerfreundlichkeit eines Robotersystems wird die Software immer wichtiger. Nötig ist ein intuitiv bedienbares Betriebssystem, das Zugang zu einem Ecosystem aus Programmen oder Apps sowie Services und Zubehör anbietet – wie bei iiQKA.OS geplant.

Der schon auf der Hannover Messe 2018 erstmals als Prototyp gezeigte Cobot „LBR iisy“ soll der erste Kuka-Roboter sein, der ausschließlich mit dem neuen Betriebssystem laufen wird – unterstützt vom iiQKA-Ecosystem und kombiniert mit der Kompakt-Robotersteuerung „KR C5 micro“ sowie dem neuen Handbediengerät „smartPAD pro“ mit Multitouch-Display und IP54-Schutz. Ab Ende 2021 soll das Paket für eine kleine Gruppe erster Kunden verfügbar sein; im Laufe des Jahres 2022 wird die Verfügbarkeit dann deutlich erhöht. Kuka will damit nicht nur Neueinsteigern den Zugang zur Robotik vereinfachen, sondern auch die bestehende Kundenbasis weiterentwickeln. Das Ziel ist, jedes Kuka-Produkt in den kommenden Jahren mit dem neuen Betriebssystem iiQKA.OS auszustatten – ein langfristig angelegtes Projekt, in dem jetzt die ersten Schritte getan sind.

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