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Welche Funktechnologie für welche Anwendung?


Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Industrie 4.0 und 5G: Digital Twins, AR/VR und M2M-Kommunikation

Laurenz Kirchner, mm1
Laurenz Kirchner, mm1: »5G ermöglicht die Vernetzung von bis zu einer Million Endgeräten pro Quadratkilometer.«
© mm1

Sobald sehr hohe Datenraten erforderlich sind, eine besonders kurze Latenzzeit sichergestellt werden muss und eine hohe Endgerätedichte vorliegt, kommt 5G ins Spiel. Die sogenannte fünfte Mobilfunk-Generation ermöglicht die Vernetzung von bis zu einer Million Endgeräten pro Quadratkilometer. Die Geräte können über eine hohe Bandbreite mit einer Latenzzeit von etwa 3 ms kommunizieren. Unter idealen Bedingungen soll die Datenrate bis zu 10 Gbit/s betragen. In der Industrie werden solche Anwendungen oft als „Smart Factory“ oder „Smart Manufacturing“ bezeichnet.

Prominente 5G-Anwendungen in der Industrie umfassen beispielsweise neue Mensch-Maschine-Schnittstellen in Form von Augmented- oder Virtual-Reality-Anwendungen, die hohe Datenraten voraussetzen. Die geringen Latenzen prädestinieren 5G für M2M-Kommunikationsanwendungen, die eine schnelle Reaktionsfähigkeit erfordern. Ebenso wie bei 4G LTE können Unternehmen seit 2019 Betreiber eines eigenen 5G-Campusnetzes werden. So können Netzbetreiber unter anderem die Datensicherheit und -qualität nochmals steigern. Bislang zählt die Bundesnetzagentur 74 solcher Campusnetze in Deutschland, unter anderem von Unternehmen wie BASF und Lufthansa.

Die Auswahl der passenden Technologie ist von strategischer Relevanz

Neben den bereits vorgestellten Funktechnologien gibt es eine Vielzahl von Alternativen, die IoT-Anwendungen ermöglichen. Beispiele dafür sind WLAN, ZigBee, Sigfox, Z-Wave und LoRaWAN. Die Auswahl der richtigen Funktechnologie für die jeweilige Anwendung ist eine der zentralen Aufgaben bei der Planung und Umsetzung von IoT-Projekten. Neben den Kosten gibt es zahlreiche weitere Faktoren, etwa Netzverfügbarkeit, Datenrate, Latenzzeit, Reichweite und Energieverbrauch, die bei der Entscheidung der richtigen Funktechnologie zu berücksichtigen sind, um die Anforderungen individueller Use Cases optimal zu erfüllen.

Mit den Service Lines IoT & Connectivity sowie Industry begleitet mm1 Unternehmen von der Identifizierung unternehmensspezifischer Use Cases über die Anforderungsdefinition bis hin zur Begleitung der Umsetzung inklusive kontinuierlicher Evaluation. Das Unternehmen will so gemeinsam mit seinen Kunden sicherstellen, dass nicht nur die richtige Funktechnologie für den jeweiligen Use Case ausgewählt wird, sondern die Kunden auch langfristig davon profitieren.

Der Autor: Laurenz Kirchner ist Partner bei der mm1 Consulting & Management PartG.

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