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Die Gewinner des Förderwettbewerbs

6 industrielle Use Cases für Gaia-X

Digitalisierung Industrie 4.0 IIoT Gaia-X
© Pixabay

Was kann Gaia-X in der Praxis? Das BMWi fördert mit 122 Millionen Euro die Entwicklung von Anwendungsbeispielen, die den technologischen und ökonomischen Nutzen von GAIA-X verdeutlichen. Wir zeigen die sechs im Förderwettbewerb prämierten Datenökosysteme für die Industrie.

Gaia-X soll als europäische Dateninfrastruktur die sichere industrielle Digitalisierung fördern und neue Geschäftsmodelle zeigen. Das Bundesministerium für Wirtschaft hat in der ersten Tranche des  Förderwettbewerbs »Innovative und praxisnahe Anwendungen und Datenräume im digitalen Ökosystem Gaia-X« 11 Gewinner-Cases ausgewählt, die insgesamt 122 Millionen Euro Förderung erhalten. Wir stellen daraus die sechs relevanten Gaia-X- Anwendungen für die Industrie vor.

COOPERANTS: Digitalisierung der Luftfahrt

COOPERANTS (Collaborative Processes and Services for Aeronautics and Space) will die Digitalisierungsprozesse in der Luft- und Raumfahrtbranche beschleunigen, um effizientere Formen für zukünftige Arbeitsmethoden und Prozesse über den gesamten Lebenszyklus von Raum- oder Luftfahrzeugen hinweg umzusetzen. Dazu sollen in einer digitalen Arbeitsumgebung (Data Spaces) diverse Smart Services integriert werden: kollaborative Projektabwicklung und Systemmodellierung, intelligente Assistenten, Optimierer und Diagnosen auf Basis einer KI, Telepräsenz mittels Virtual/Augmented Reality, Simulationen, Wissensmanagement sowie cyber-physische Schnittstellen.

12 Projektpartner sind unter Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V.an Bord: Airbus Defence and Space GmbH, Data Machine Intelligence Solutions GmbH, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, Forschungszentrum Informatik, Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, itemis AG, Neusta aerospace GmbH, OHB System AG, Radiusmedia KG, ScopeSet Technology Deutschland GmbH, Valispace GmbH, Zarm Technik AG

OpenGPT-X: KI-Sprachmodelle und -Services

Das Ziel von OpenGPT-X ist die Erstellung von GAIA-X kompatiblen Advanced Smart Services auf Basis innovativer Sprachtechnologien, welche mittels großer GPT-3 artiger KI-Sprachmodelle datenbasierte Business Lösungen im GAIA-X Ökosystem ermöglichen sollen. GAIA-X soll die Grundlage bilden, um skalierbare Rechenressourcen sowie vernetzte und anwendungsübergreifende Datenräume mittels der Federated Services für die Erstellung großer KI-Sprachmodelle bereitzustellen.

9 Partner arbeiten unter Leitung der Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. an dem Use Case: Aleph Alpha GmbH, Alexander Thamm GmbH, ControlExpert GmbH, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, Forschungszentrum Jülich GmbH, KI Bundesverband e.V., Technische Universität Dresden, Westdeutscher Rundfunk Köln Anstalt des öffentlichen Rechts, 1&1 Ionos SE

POSSIBLE: Nutzerfreundliche Cloud für KMU

Mit dem Projekt POSSIBLE (Phoenix open software stack for interoperable engagement in dataspaces) soll eine innovative und nutzerfreundliche Cloud-Lösung entwickelt werden, um verschiedenste Datenräume leicht für Anwender zu erschließen und ihnen einen souveränen sowie selbstbestimmten Umgang mit ihren Daten zu ermöglichen. Im Projekt wird dies exemplarisch für Bildung, Unternehmen (mit Fokus auf KMU) und Verwaltung umgesetzt. Je nach Datenraum sollen einzelne POSSIBLE-Module (PIM, Kommunikation, Storage, Office, IDM) adaptiert werden können. Daten und Dienste sollen getrennt und über GAIA-X für den Anwender kollaborativ, digital, einfach und sicher nutzbar gemacht gemacht werden.

Unter der Führung der Bechtle AG arbeiten sechs Partner an POSSIBLE: August-Wilhelm Scheer Institut gGmbH, Dataport AöR, Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., imc information multimedia communication AG, Univention GmbH, 1&1 Ionos SE Konsortialführung: Bechtle AG

 


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