Bitkom-Studie

Smartphone-Banking liegt im Trend

31. Mai 2022, 14:17 Uhr | Nicole Wörner
Online-Banking wird zu Smartphone-Banking
Online-Banking wird zu Smartphone-Banking
© Bitkom

Laut einer aktuellen Bitkom-Umfrage greifen zwei Drittel (67 %) der Online-Banking-Nutzer dafür zum Smartphone. Vor einem Jahr waren es 64 %, vor drei Jahren sogar erst 52 %. Das ergab eine aktuelle Studie im Auftrag des Bitkom-Verbandes.

Erstmals nutzt auch die Hälfte der Menschen ab 65, die Online-Banking machen, dafür das Smartphone. Vor einem Jahr waren es gerade einmal 33 %.

Insgesamt erledigen 78 % der Deutschen ab 16 Jahre ihre Bankgeschäfte ganz oder teilweise online, im Pandemie-Jahr 2021 waren es 80 %, 2020 aber erst 73 %. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Bitkom.

Beim Online-Banking dominieren die einfachen Anwendungen. So fragen 92 % ihren Kontostand ab, 90 % machen Überweisungen und 88 % verwalten ihre Daueraufträge.

Der Anteil derjenigen, die ausschließlich Online-Banking nutzen und gar nicht mehr in eine Filiale gehen, ist weiter gestiegen. 41 % nutzen ausschließlich Online-Banking, 2021 waren es 38 %, 2018 sogar erst 29 %.

Banking Apps vs. Bankfilialen

45 % der Deutschen sagen, ihnen würde nichts fehlen, wenn es keine Bankfilialen mehr gäbe. Und 4 von 10 Befragten (40 %) würden in Erwägung ziehen, ein Girokonto bei einem Digitalunternehmen wie Amazon, Apple oder Google zu eröffnen, sollte es ein solches Angebot geben.

Digitale Angebote spielen bei der Auswahl der Hausbank eine bedeutende Rolle. So ist für drei Viertel (74 %) eine benutzerfreundliche Online-Banking-App sehr wichtig oder eher wichtig, 69 % achten auf eine breite Angebotspalette beim Online-Banking und 54 % auf die Möglichkeit, Mobile-Payment-Verfahren wie Google Pay oder Apple Pay verwenden zu können.

Bedeutendste Faktoren bei der Bank-Wahl sind aber ganz allgemein die Höhe der Gebühren (95 %), die Höhe der Einlagensicherung (93 %) sowie viele kostenlos nutzbare Geldautomaten (91 %).

Seit Jahren nimmt die Treue zur Hausbank ab, und dieser Trend setzt sich fort. Hauptgründe für einen Kontowechsel sind ein breiterer Zugang zum kostenlosen Geldabheben an Automaten (71 %), niedrigere Kosten (67 %), eine kostenlose Kreditkarte (59 %) sowie besserer Kundenservice (56 %).

Kryptowährungen und Versicherungen

Das in der Finanzbranche heftig diskutierte Thema Kryptowährungen könnte durch ein Angebot von etablierten Banken einen Schub bekommen. So würde rund ein Fünftel (18 %) Kryptowährungen wie Bitcoin bei der eigenen Bank kaufen – 9 % auf jeden Fall und ebenfalls 9 % wahrscheinlich. Bislang geben erst 6 % an, schon einmal Kryptowährungen erworben zu haben.

Nicht nur beim Banking gewinnen Online-Kanäle an Bedeutung, sondern auch beim Versicherungsabschluss. Zwar hat eine Mehrheit von 53 % die letzte Versicherung auf klassischem Weg abgeschlossen, bei 44 % kam es zuletzt aber zu einem Online-Abschluss. Am häufigsten wurde direkt online bei einer Versicherung (18 %) oder auf einer Online-Vergleichsplattform (15 %) abgeschlossen.

Wie beim Banking könnte sich in den kommenden Jahren das Smartphone zum wichtigsten Kanal für den Kontakt zwischen Versicherern und alten, aber auch neuen Kundinnen und Kunden entwickeln. Bislang haben erst 12 % aller Befragten schon einmal eine Versicherung auf dem Smartphone abgeschlossen, aber fast drei Mal so viele (34 %) können sich das für die Zukunft vorstellen.


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