Deutscher IT-Sicherheitsmarkt 2025

Starker Zuwachs bei IT-Sicherheitsausgaben

7. Oktober 2025, 14:52 Uhr | Nicole Wörner
Die Ausgaben für IT-Sicherheit steigen um 10,1 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro
© PAC / Bitkom

Die Investitionen in IT-Sicherheit in Deutschland wachsen deutlich. Laut Bitkom werden die Ausgaben im laufenden Jahr um 10,1 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro steigen.

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Bereits 2024 wurde mit 10,1 Milliarden Euro erstmals die 10-Milliarden-Euro-Marke überschritten. Für 2026 prognostiziert der Digitalverband ein weiteres Plus um 9,9 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro.

Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst verweist auf die zunehmende Bedrohung durch Cyberangriffe: »Erfolgreiche Cyberangriffe können Unternehmen lahmlegen, aber auch Behörden oder Infrastruktur wie Bahnstrecken und Flughäfen. Wir müssen unsere Investitionen in IT-Sicherheit weiter hochfahren.«

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Wirtschaft leidet unter Cyberkriminalität

Laut einer Bitkom-Studie verursacht Cyberkriminalität in der deutschen Wirtschaft jährlich Schäden von 202,4 Milliarden Euro. 59 Prozent der Unternehmen sehen sich dadurch in ihrer Existenz bedroht. Im Durchschnitt fließen inzwischen 18 Prozent der IT-Budgets in Sicherheitsmaßnahmen – 2022 waren es noch 9 Prozent.

Software treibt das Wachstum

Am stärksten steigen die Ausgaben für Sicherheitssoftware und Cloud-Plattformen, die 2025 um 12,1 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro zulegen. Dienstleistungen rund um IT-Sicherheit wachsen um 9,7 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro, während Hardware-Ausgaben nur leicht um 1,4 Prozent auf 800 Millionen Euro steigen.

Internationaler Vergleich

Der globale Markt für IT-Sicherheit wächst 2025 um 11,2 Prozent auf 212,2 Milliarden Euro. Deutschland hält daran einen Anteil von 5,3 Prozent, das restliche Europa 20,5 Prozent. „Die große Nachfrage nach vertrauenswürdigen Sicherheitslösungen bietet enorme Chancen für deutsche Anbieter“, betont Wintergerst.

Mehr Cyberangriffe erwartet

35 Prozent der befragten Unternehmen rechnen mit einer starken, weitere 47 Prozent mit einer eher starken Zunahme von Cyberattacken im kommenden Jahr. Wintergerst fordert daher eine zügige Umsetzung der EU-NIS-2-Richtlinie und eine engere Zusammenarbeit auf europäischer Ebene.


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