Aktuelle Studien zur Digitalisierung

Eine Digitalstrategie ist 2022 ein Muss

10. Januar 2022, 10:57 Uhr | Ute Häußler
Digitalisierung IIoT Transformation Entwicklung Testfabrik Digital Cloud Industrie 4.0
© Bitkom

Digital wird normal - so könnte das Fazit zweier aktueller Studie lauten. Der Digitalverband Bitkom und der ibw haben Unternehmen gefragt, wie sie Digitalisierung sehen und angehen - die meisten Firmen haben zumindest eine Strategie und begreifen Digitalisierung als Chance.

Die große Mehrheit der Unternehmen in Deutschland geht die Digitalisierung inzwischen strategisch an. Nur noch 16 Prozent verfügen laut einer gerade veröffentlichten Studie des Digitalverbandes Bitkom noch über keine Digitalisierungsstrategie. Unter den 602 befragten Firmen mit über 20 Mitarbeitern fangen die meisten dennoch klein an: Jedes zweite Unternehmen (50 Prozent) setzt auf auf Strategien in einzelnen Unternehmensbereichen, nur jedes Dritte (33 Prozent) verfügt über eine zentrale Strategie für das gesamte Unternehmen.

»IT-Abteilungen dürfen mit der Digitalisierung nicht alleingelassen werden und es bruacht eine strategische Steuerung. Vom Erfolg der Digitalisierungsstrategie hängt die Zukunft vieler Unternehmen ab«,

sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. 

Digitalisierung wird Positiv wahrgenommen

Der zunehmend strategische Ansatz leitet sich auch aus dem extrem positiven Bild ab, das die Wirtschaft von der Digitalisierung hat. 95 Prozent sehen die Digitalisierung für das eigene Unternehmen überwiegend oder ausschließlich als Chance. Nur noch ein geringer Anteil von 4 Prozent der Unternehmen sehen die Digitalisierung vor allem oder ausschließlich als Risiko.

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»Digitalisierte Unternehmen sind in Zeiten der Corona-Pandemie mit Blick auf zukünftige Umsatzerwartungen optimistischer als Unternehmen, deren Digitalisierungsgrad geringer ist«,

sagt auch Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. Seine Aussage stützt sich auf die Ergebnisse der vbw-Studie »Digitalisierung der Unternehmen in Bayern«. Demnach erwarteten 27,5 Prozent der digitalisierten Unternehmen für ihren Gesamtumsatz 2021 ein deutliches Wachstum, bei den computerisierten und damit noch nicht weiter digitalisierten Unternehmen sind es lediglich 16,5 Prozent.

»Digitalisierte Betriebe sind zurecht optimistischer. Denn insbesondere die durchgängige Erfassung und Nutzung von Daten ermöglicht neue Wertschöpfungsnetze sowie deutliche Sprünge bei der Effizienz von Prozessen und in der Produktgestaltung«, so Brossardt.

 

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