Konjunktur Sensorik und Messtechnik Ein Viertel hat Kurzarbeit angemeldet

Thomas Simmons, Geschäftsführer des AMA Verband für Sensorik und Messtechnik.

Leichte Umsatzeinbußen im ersten Quartal, minus 4 Prozent im zweiten: Die erfolgsverwöhnte Senorik- und Messtechnik-Branche blickt derzeit pessimistisch auf die konjunkturelle Entwicklung. Aber ein Teil profitiert auch.

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik befragt seine 450 Mitglieder vierteljährlich zur wirtschaftlichen Entwicklung. Den neuesten Zahlen zufolge verbucht die Branche für das erste Quartal ein Umsatzminus von einem Prozent, verglichen zum Vorquartal. Die Auftragseingänge stiegen zu Jahresbeginn um vier Prozent.

Für das zweite Quartal erwartet die Sensorik- und Messtechnik-Branche einen Umsatzrückgang von vier Prozent. 25 Prozent der Unternehmen haben laut Umfrage des AMA Verbands bereits im ersten Quartal Kurzarbeit angemeldet.

Umsätze und Auftragseingänge in der deutschen Industrie erholten sich zu Jahresbeginn zum Teil noch. Doch dann hat sich die Konjunkturentwicklung umgekehrt. Die Auswirkungen der Pandemie beeinträchtigt Produktion, Lieferketten, Absatzmärkte und den Arbeitsmarkt.

Wie stark der Einbruch für die Sensorik und Messtechnikhersteller wird, kann der AMA Verband gegenwärtig schwer einschätzen. Im laufenden Quartal rechnet die Branche mit einem Umsatzrückgang um vier Prozent.

„Da die nationalen und internationalen Absatzmärkte durch die Corona-Pandemie massiv eingebrochen sind, wirkt sich das zeitversetzt auf die Hersteller von Sensoren und Messtechnik aus“, sagt Thomas Simmons, Geschäftsführer des AMA Verband für Sensorik und Messtechnik. „Die konjunkturelle Entwicklung zeigt im ersten Quartal, dass die Zulieferer in die Automobilindustrie besonders betroffen waren und deutliche Umsatzverluste verkraften mussten. Sie und die Zulieferer in den Maschinen- und Anlagenbau blicken daher auch pessimistisch in das laufende Quartal. Ganz anders die AMA Mitglieder, die in die Gebäudeautomation und die Medizintechnik liefern. Sie verbuchen leichte Zuwächse im ersten Quartal und blicken deutlich zuversichtlich in das laufende Quartal.“