Huawei baut in Cambridge 1,2 Mrd. Dollar für Forschungszentrum

Huawei darf in Großbritannien ein Forschungszentrum für 1,2 Mrd. Dollar bauen.

Die Baugenehmigung dafür hat Huawei jetzt erhalten. Das neue Forschungszentrum in Cambridge wird rund 400 Mitarbeiter beschäftigen und sich auf Optoelektronik für die Datenübermittlung konzentrieren, wie Reuters berichtet. Victor Zhang, Vice President von Huawei, erklärte, dass die dort entwickelte Technologie unabhängig von dem Teil sei, den die USA mit ihren Restriktionen gegen Huawei treffen wollten.

Die US-Regierung und auch ein Teil der britischen Politiker befürchten, dass Huawei ihre Ausrüstungen für den Aufbau einer 5G-Infrasturktur in Großbritannien zur Spionage nutzen könnte. Deshalb sollte die britische Regierung ihrer Zustimmung vom Januar 2020 noch einmal überdenken, ob sie Huawei tatsächlich am Aufbau des 5G-Netzes beteiligen wolle. Welche Maßnahmen die britische Regierung ergreift, soll in den nächsten Wochen entschieden werden.

Dass Huawei mit der Investition in das Forschungszentrum die endgültige Entscheidung der britischen Regierung über die Zulassung von des Unternehmens am 5G-Aufbau in Großbritannien beeinflussen wolle, wies Victor Zhang zurück: Huawei habe schon seit 2017 an dem Projekt gearbeitet und ein Grundstück bei Cambridge bereits 2018 erworben.

Nach einer kürzlich erfolgten Entscheidung der britischen Regierung sollen Huawei und ZTE ihre Geräte nicht in Kernbereiche des 5G-Netzes liefern dürfen und die Beteiligung an der gesamten Infrastruktur wird auf 35 Prozent begrenzt. Ein Ausschluss, wie die Hardliner in fordern, wäre das nicht.