US-Bann Infineon beliefert Huawei doch

Die Jahrespressekonferenz 2018 hielt Infineon wie gewohnt im Kubus auf dem Campeon in Neubiberg ab.
Infneon wird Huawei weiter wie bisher mit Chips beliefern

Das Münchner Unternehmen sieht sich nicht von der Änderung der US-Exportbestimmungen getroffen.

»Aktuell unterliegt die überwiegende Mehrheit der Produkte, die Infineon an Huawei liefert, nicht den gesetzlichen Beschränkungen der US-Exportkontrolle. Somit werden diese Lieferungen fortgesetzt«, damit reagiert Infineon auf Meldungen, die Firma werde Huawei nicht mehr mit Chips beliefern.

Aufgrund der neuen Exportbestimmungen, die der US-Handelsminister am 16. Mai verkündet hat, gilt laut Infineon die folgende Situation: Infineon muss die Lieferung von Waren mit Ursprungsland USA beenden, weil Huawei Technologies und die ausländischen Tochtergesellschaften von Huawei in die sogenannte Entity List aufgenommen wurden.

Einige Medien haben daraufhin berichtet, dass Infineon die Lieferungen an Huawei eingestellt habe.

»Diese Aussage können wir jedoch nicht bestätigen«, hat Infineon nun in einer Stellungnahme mitgeteilt. In allen Märkten, in denen Infineon tätig sei, hielte sich das Unternehmen strikt an alle geltenden gesetzlichen Bestimmungen, Gesetze und Vorschriften. Gleichzeitig unternehme Infineon alles Erforderliche, um die zuverlässige Erfüllung der Kundenanforderungen zu gewährleisten.

»Mit umfassenden Mechanismen beobachten wir, wo sich in unseren jeweiligen Märkten rechtliche Rahmenbedingungen ändern könnten, so dass Anpassungen in unserer internationalen Lieferkette möglich sind«, heißt es in der Stellngnahme weiter. »Dies ermöglicht es uns, im Bedarfsfall effizient und proaktiv gegenzusteuern, um unsere Lieferfähigkeit wo immer möglich dem Bedarf anzupassen.«