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Gehälter im Einkauf

Der Südwesten zahlt am besten

10. März 2020, 11:31 Uhr   |  Corinne Schindlbeck

Der Südwesten zahlt am besten
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BME-JobSource, Jobportal für Einkauf und Supply Chain und der Stiftungslehrstuhl für Procurement an der Universität Mannheim haben in einer Studie die Gehälter im Einkauf ermittelt.

Demnach verdienen Einkäufer in Deutschland branchenübergreifend im Median ein Brutto-Grundgehalt von 67.600 Euro. (Median sagt aus, dass 50 Prozent mehr und 50 Prozent weniger verdienen).

Männer verdienen im Schnitt 70.000 Euro, Frauen liegen bei 54.540 Euro. Durch zusätzliche Gehaltsbausteine wie Sonderzahlungen, betriebliche Altersversorgung, Jobtickets, Essenszuschüsse, Boni oder Provisionen steigt der Median um 11,7 Prozent auf 75.500 Euro (Männer 80.000 Euro, Frauen 59.180 Euro).

Der Verdienst ist zwar in den Branchen Nahrungsmittel/Getränke, Logistik/Verkehr und Chemie am höchsten. »Die Gehälter im Einkauf geben aber quer über alle Branchen ein relativ homogenes Bild ab“, betont Professor Christoph Bode, Inhaber des Stiftungslehrstuhls für Procurement an der Universität Mannheim und Leiter der Studie.

Große Betriebe zahlen tendenziell höhere Gehälter als kleine, im Süden und Südwesten Deutschlands verdienen Einkläufer tendenziell am besten.

Ein Einkäufer mit Berufsausbildung verdient im Mittel 64.200 Euro, einer mit Master-Abschluss einer Fachhochschule 82.800 Euro.

Zusatzqualifikationen, die im Berufsleben erworben werden, wirken sich ebenfalls positiv auf das Gesamtgehalt aus. Gehaltserhöhungen zwischen sieben und 15 Prozent sind dadurch schon drin.

„Allerdings profitieren Einkäufer mit niedrigeren Bildungsabschlüssen finanziell deutlich stärker von Zusatzqualifikationen als jene mit höheren“, kommentiert Bode.

Neben einer fachlichen Zusatzqualifikation sei Einkäufern unter Gehaltsgesichtspunkten außerdem zu Auslandsaufenthalten geraten: Wer fünf Jahre im Ausland gearbeitet hat, darf ein Drittel mehr auf dem Gehaltszettel erwarten.

Für die Zukunft geht Hochschullehrer Bode davon aus, dass die Gehälter im Procurement weiterhin attraktiv bleiben: „Der Einkauf befindet sich in einer Transformationsphase. Wenn die Aufgaben immer strategischer werden und immer mehr Kompetenzen gefordert werden, sind auch in Zukunft steigende Gehälter zu erwarten“.

Die im Zeitraum Ende Oktober bis Ende Dezember 2019 insgesamt 638 befragten Personen weisen eine durchschnittliche Berufserfahrung im Einkauf von 12,5 Jahren auf, wobei sie gut acht Jahre davon im aktuellen Unternehmen verbracht haben.

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Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME)