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Trendence Arbeitgeber-Ranking

Die Bundeswehr zieht am meisten

08. Juni 2021, 16:25 Uhr   |  Corinne Schindlbeck

Die Bundeswehr zieht am meisten
© Karl-Heinz H/stock.adobe.com

Die Uniform ist beliebt bei Nichtakademiker:innen: laut Trendence-Umfrage ist die Bundeswehr potenziell am attraktivsten.

Trendence hat 50.000 Fachkräfte mit gewerblichem Hintergrund befragt, zu welchem Arbeitgeber sie am liebsten wechseln würden – laut Trendence handelt es sich um die bisher umfangreichste Studie in diesem Segment. Der Sieger stieg von Platz 18 auf 1: die Bundeswehr.

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© Trendence

Nichtakademische Fachkräfte würden laut aktuellem Trendence-Report am liebsten zur Bundeswehr gehen. (Für Vollansicht bitte klicken.)

Die Kaserne ist aus Sicht von NichtakademikerInnen der beste Arbeitsplatz in Deutschland. Das ist das Ergebnis des aktuellen Trendence-Fachkräfte-Barometers, für das in diesem Jahr 49.262 Arbeitnehmer:innen ohne akademischen Hintergrund befragt wurden.

Die Studie sei die bisher umfangreichste Arbeitsmarkt-Studie dieser Art, so Trendence. NichtakademikerInnen machen gut drei Viertel der Beschäftigten auf dem deutschen Arbeitsmarkt aus. Neben der Bundeswehr wirken vor allem die großen Automobilbauer anziehend auf die befragten Fachkräfte.

Unter den ersten sechs platzierten Arbeitgebern befinden sich gleich fünf aus der Autoindustrie, wovon Porsche der größte Satz (von Platz 10 auf 4) nach vorne gelang. Einen ähnlichen Sprung im Ranking verzeichnete die Deutsche Bahn, die sich dank einer großen Arbeitgeberkampagne von Platz 22 auf 7 verbesserte. Newcomer Tesla startete im Trendence Ranking von 0 auf Platz 25 durch. Hinsichtlich der Branchen steht der Öffentliche Dienst in der Gunst der Fachkräfte an der Tabellenspitze, gefolgt von der Automobilindustrie, der Gesundheitsbranche sowie dem Maschinen- und Anlagenbau.

»Der Trendence-Fachkräfte Barometer ist mit fast 50.000 TeilnehmerInnen in diesem Jahr so umfangreich wie nie zuvor und die bisher größte Arbeitsmarktstudie für dieses Segment. Die Ergebnisse zeigen, dass hier einiges in Bewegung ist. Vor allem Arbeitgeber aus dem Öffentlichen Sektor wie die Bundeswehr, aber auch die Bundesagentur für Arbeit oder das Auswärtige Amt haben deutlich an Attraktivität hinzugewonnen. Derartige Organisationen überzeugen Fachkräfte unserer Analyse zufolge mit Argumenten wie Jobsicherheit oder einem klaren Führungsmodell«, so Robindro Ullah vom Trendence Institut zu den Ergebnissen des Rankings.

Hohe Jobzufriedenheit schließt Wechselwunsch nicht aus

NichtakademikerInnen zeichnet eine vergleichsweise hohe Jobzufriedenheit aus – mehr als zwei Drittel (68%) sind derzeit mit ihrem aktuellen Job zufrieden, 23% sogar sehr. Allerdings bedeutet diese Zufriedenheit nicht, dass Fachkräfte nicht offen für einen Arbeitgeberwechsel wären. Trotz der wirtschaftlich unsicheren Zeiten im Zuge der Corona-Krise schauen sich 42% der befragten Fachkräfte aktiv nach neuen Herausforderungen um, 29% tun dies eigenen Angaben zufolge allerdings nur ab und zu.

Weitere 43% sind passiv auf Jobsuche, das heißt: Sie suchen zwar nicht aktiv, wären aber bei einem guten Angebot gesprächsbereit für einen Jobwechsel. Besonders aufmerksam hören sie dabei Unternehmen zu, die sie mit den genau richtigen Argumenten überzeugen. Herausstechende Attraktivitätsmerkmale sind dabei aus Sicht der Studienteilnehmer:innen die Themen Jobsicherheit (für 79% sehr wichtig), Wertschätzung unter Kollegen (71%), ein guter Führungsstil (61%) sowie eine faire Bezahlung (61%).

»Nichtakademische Fachkräfte machen den größten Teil der Beschäftigten in Deutschland aus. Daher ist ihre Sicht der Dinge auf den Arbeitsmarkt und seine Parameter besonders repräsentativ und für viele Arbeitgeber wichtig, denn der Mangel an Fachkräften ist längst nicht mehr nur ein Phänomen akademischer Arbeitskräfte – ganz im Gegenteil. Fachkräfte sind gefragt wie nie zuvor«, so Robindro Ullah.

Für die Erhebung befragte das Trendence Institut 49.262 Fachkräfte ohne akademische Ausbildung. 52% davon waren Frauen, 48% Männer. 76% hatten zum Zeitpunkt der Befragung eine Berufsausbildung abgeschlossen, 85% befanden sich in einer unbefristeten Anstellung, 8% in einer befristeten. Die Befragung fand vom Oktober 2020 bis zum Februar 2021 statt und wurde online durchgeführt.

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