Schwerpunkte

Belastung und Arbeitszufriedenheit

Der Blick auf den Arbeitgeber wird kritischer

18. März 2021, 09:07 Uhr   |  dpa/newsdesk sc

Der Blick auf den Arbeitgeber wird kritischer
© Bild: Adobe Stock

Beschäftigte fühlen sich einer Umfrage zufolge in der Corona-Krise stärker belastet. 35 Prozent der Befragten hatten im Herbst das Gefühl, aufgrund von Arbeitsstress ausgebrannt zu sein, wie das Beratungsunternehmen Gallup ermittelte. In den beiden Vorjahren waren es 26 Prozent.

Die Burnout-Gefahr sei deutlich gestiegen, erklärt Gallup-Experte Marco Nink angesichts der repräsentativen Umfrage, wonach den Zahlen nach immer mehr ArbeitnehmerInnen zu einem Jobwechsel bereit sind. Nur noch 61 Prozent wollen ohne Wenn und Aber in einem Jahr noch bei ihrer derzeitigen Firma arbeiten. Im Vorjahr waren es 73 Prozent, davor 78 Prozent.

Besonders wechselwillig sind laut Nink Menschen in Kurzarbeit. «Kurzarbeit geht einher mit einer Eintrübung des Vertrauensverhältnisses und einem kritischeren Bild vom Arbeitgeber.»

Gleichzeitig bekommen Unternehmen gute Noten für ihre Reaktion auf die Pandemie.

Jeweils deutliche Mehrheiten der Befragten sind mit der Geschäftsführung zufrieden, sehen klare Maßnahmenpläne in Bezug auf Gesundheit und glauben, dass sich ihr Unternehmen für ihr Wohlergehen interessiere. «Die Corona-Krise polarisiert die Arbeitnehmerschaft in Deutschland», sagte Nink. Unternehmen, die sich um ihre Beschäftigten als Mensch und nicht nur als reine Arbeitskraft gekümmert hätten, profitierten von einer hohen emotionalen Mitarbeiterbindung.

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