Unternehmen planen für 2026 steigende Ausgaben für die IT-Sicherheit. Laut einer von Exabeam veröffentlichten internationalen Studie unter IT- und Security-Entscheidern wollen 95 Prozent der befragten Organisationen ihre Budgets erhöhen, knapp drei Viertel davon im zweistelligen Prozentbereich.
Im Zentrum der Investitionen steht Künstliche Intelligenz. Security Operations Center modernisieren ihre Architekturen, um steigende Mengen an Sicherheitsereignissen, komplexere Angriffsmuster und wachsende regulatorische Anforderungen zu bewältigen. Automatisierte Incident-Analysen, Priorisierung von Alerts und beschleunigte Detection-Prozesse zählen zu den zentralen Einsatzfeldern.
Die Studienergebnisse zeigen eine doppelte Bewertung von KI: 44 Prozent der Unternehmen nennen KI als wichtigsten Treiber steigender Security-Ausgaben. Gleichzeitig würden ebenfalls 44 Prozent KI im Fall von Budgetkürzungen vorrangig reduzieren. 32 Prozent bewerten KI als die am schwierigsten zu rechtfertigende Investition. Als Hauptgrund gilt die fehlende betriebswirtschaftliche Nachweisbarkeit des Nutzens.
Security-Teams messen ihre Leistung traditionell anhand operativer Kennzahlen wie der Reduzierung der Mean Time to Detect (MTTD), schnelleren Incident-Reaktionszeiten oder einer Verringerung des Alert-Volumens. Auf Vorstandsebene stehen der Studie zufolge hingegen Fragen zur Risikoreduktion und zu finanziellen Auswirkungen im Fokus. Entscheidend ist dort, in welchem Umfang Sicherheitsmaßnahmen Unternehmensrisiken senken, potenzielle Schäden vermeiden und die Resilienz geschäftskritischer Prozesse stärken. Zwischen technischer Performance und wirtschaftlicher Bewertung entsteht damit eine Lücke.
»Die Integration von KI in Security Operations wird vielfach erwartet oder sogar vorausgesetzt«, sagt Steve Wilson, Chief AI and Product Officer bei Exabeam. »Gleichzeitig müssen Security-Verantwortliche heute deutlich transparenter darlegen, welchen messbaren Einfluss diese Investitionen auf die Risikoposition des Unternehmens haben.«
Mit der Umsetzung von NIS2, den Vorgaben aus DORA im Finanzsektor sowie verschärften Meldepflichten im KRITIS-Umfeld verschiebt sich der Fokus stärker auf Governance und Nachweisbarkeit. Aufsichtsgremien verlangen nachvollziehbare Risikoindikatoren anstelle rein technischer Effizienzgewinne. Kevin Kirkwood, CISO bei Exabeam, formuliert es so: »Ein Vorstand finanziert keine schnellere Ticket-Bearbeitung. Er finanziert messbare Risikoreduktion.«
Die Studie deutet darauf hin, dass die zentrale Herausforderung im Jahr 2026 weniger in der technologischen Leistungsfähigkeit von KI-Systemen liegt als in deren wirtschaftlicher Einordnung. KI-gestützte Analyse- und Automatisierungssysteme beschleunigen Security Operations, müssen ihren Beitrag zu unternehmensrelevanten Kennzahlen jedoch nachvollziehbar belegen. Ohne diese Verknüpfung mit Risikokennzahlen und potenziell vermiedenen Schäden könnte KI trotz strategischer Bedeutung zur variablen Budgetgröße werden.
Die gesamte Studie gibt es hier zum Download.
Internationale Befragung von IT- und Security-Entscheidern in Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden in Europa, Nordamerika, Asien-Pazifik und dem Nahen Osten.
Exabeam ist Anbieter von Intelligence- und Automatisierungslösungen für Security Operations. Als globaler Cybersecurity-Innovator bietet Exabeam praxiserprobte, flexible Lösungen für präzisere und schnellere Threat Detection, Investigation und Response (TDIR). Durch die Kombination aus SIEM und verhaltensbasierter Analytik steigert das Unternehmen die Leistungsfähigkeit moderner SOCs und verkürzt Reaktionszeiten signifikant.
Weitere Informationen unter www.exabeam.com.