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Für SSDs und Storage Class Memory

Open-Source-Storage-Engine von Micron

Die SSD »X100 NVMe« von Micron basiert auf der 3D XPoint-Technik.
Die SSD »X100 NVMe« von Micron basiert auf der 3D XPoint-Technik. Die HSE kann die Leistungsfähigkeit solcher Speichermedien deutlich erhöhen.
© Micron

Micron hat die erste auf Open-Source basierende Heterogeneous-Memory-Storage-Engine für SSDs und Storage Class Memory vorgestellt.

Die Architektur der bisherigen Memory-Storage-Engine ist entstanden, als die Flash-Speicher noch weit weniger leistungsfähig waren, als die nächsten Generationen nichtflüchtiger Speicher sein werden. Sie erreichen eine deutlich höhere Performance und weiter reduzierte Latencies. Für diese neuen Generationen hat Micron die »Heterogeneous-Memory-Storage-Engine« (HSE) entwickelt, zunächst im eigenen Haus. Jetzt stellt Micron die HSE der Open-Source-Gemeinde zur Verfügung, etwa über GitHub https://github.com/hse-project. Die Entwickler können jetzt also die Vorzüge der Open-Source-Software nutzen und ihre HSE auf ihren jeweiligen Einsatzfall zuschneiden und optimieren.

»Als einziger Hersteller, der sowohl Storage-Class-Memory als auch DRAM- und Flash-Technologien im eigenen Haus entwickelt, sind wir in einer guten Ausgangsposition, um einen Software-Stack zu erstellen, der die Abläufe in den künftigen Flash- und Storage-Class-Memory-basierten Umgebungen beschleunigen kann«, sagt Derek Dicker, Corporate Vice President und General Manager der Storage Business Unit von Micron.

Neben den Verbesserungen in der Leistungsfähigkeit und der Lebensdauer verringert die HSE die Latency, insbesondre für große Datenmengen. So steigere die HSE den Durchsatz laut Micron bis um den Faktor 6, die Latency verringere sich bis um den Faktor 11. Die HSE kann mit verschiedenen Speichertypen zusammen arbeiten und deren Vorteile nutzen. Wenn die SSD vom Typ »X100 NVMe« von Micron mit vier 5210-QLC-SSDs von Micron kombiniert wird, steigere sich der Durchsatz über das Zweifache, die Lese-Latency sinke um fast das Vierfache.  

Stefanie Chiras, Vice President und General Manager der Enterprise-Linux-Einheit von Red Hat spricht von einem großes Potenzial, das in der neuen Technik stecke, »besonders wenn es darum geht, die Latency zwischen den Recheneinheiten, den Speicher-ICs und den Massenspeichern zu verringern«. Und auch Brad King, Field Chief Technology Officer und Mitgründer von Scality ist überzeugt, dass die HSE-Technologie dazu beiträgt, dass Scality die Flash-Performance, die Latency und die Lebensdauer der SSDs weiter verbessern könne.

Micron hat die HSE so ausgelegt, dass sie sich auf neue Interfaces und Speichermedien anpassen lässt, so dass sie in einem weiten Anwendungsspektrum genutzt werden kann, vom Internet of Things über 5G und KI bis zum High-Performance-Computing.

Auch Software-Defined-Storage verleiht die HSE-Technik höhere Leistungsfähigkeit, etwa dem CEPH-Storage von Red Hat und RING von Scality.

 

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