3-5 Power Electronics

Neuer Investor unterstützt Vermarktung von GaAs-Produkten

22. November 2018, 9:58 Uhr | Irina Hübner
Ein Blick ins Labor von 35PE in Dresden.
Ein Blick ins Labor von 35PE in Dresden.
© 35PE/Kristin Schmidt

Mit Sturm Family Office hat 3-5 Power Electronics einen neuen Investor gefunden. Mit den Finanzmitteln will der Leistungshalbleiterhersteller seine Galliumarsenid-Dioden weltweit positionieren.

Zur Fertigung von Leistungshalbleitern für hohe Spannungen / Stromstärken entwickelte 3-5 Power Electronics (35PE) als erstes Unternehmen einen neuartigen Prozess, mit dem sich dicke GaAs-Schichten auf GaAs-Substrate aufbringen lassen. Das Verfahren macht es möglich, hochwertige leistungselektronische Geräte zu Fertigungskosten herzustellen, die im Vergleich zu den Fertigungskosten von Si- oder SiC-basierten Geräten deutlich geringer sind.

Anwendungspotenzial hat die GaAs-Prozesstechnik sind industrielle Motorsteuerungen, unterbrechungsfreien Stromversorgungen sowie Produkte im Bereich der erneuerbaren Energien wie beispielsweise Induktionsladegeräte für Solar- und Windkraft-Inverter. Langfristig könnte auch der Einsatz in Elektrofahrzeugen, in der Robotertechnik und in 5G-Applikationen möglich sein.

Zu Testzwecken wurden GaAs-Dioden bereits an Hersteller von Leistungsmodulen in Europa und China versendet. Der Anwendungsbereich der Dioden erstreckt sich vom induktiven Laden von Batterien über induktives Schweißen bis hin zum industriellen Erwärmen.

35PE wurde Ende 2015 mit dem Ziel gegründet, die bereits vorhandenen GaAs-Technologien zu optimieren. Bis heute konnte das Unternehmen Finanzmittel in Höhe von 5,3 Mio Euro generieren. Dazu zählt auch die Finanzierung, die in der Vergangenheit von Sino Alliance Investment mit Sitz in Shanghai bereitgestellt wurde. Die neuen Mittel von Sturm Family Office sollen zur Produktvermarktung genutzt werden, die für das zweite Halbjahr 2019 geplant ist.

»Wir sehen die Beteiligung von Sturm Family als einen wichtigen Meilenstein in der Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten von Galliumarsenid, das heißt in den Bemühungen, die bisher nur im Niedrigvolt- bzw. Hochfrequenzbereich eingesetzte GaAs-Technik auch sehr effizient in der Leistungselektronik nutzen zu können«, erklärt 35PE-Geschäftsführer Dr. Gerhard Bolenz. »Nachdem wir eine Technologie mit immensem Potenzial für die Leistungselektronik-Branche entwickelt haben, soll uns die neue Finanzierung dabei helfen, unsere Produkte weltweit zu positionieren. Am wichtigsten ist aber, dass wir unsere Infrastruktur an das gestiegene Kundeninteresse anpassen können, um auch zukünftig schnell reagieren und eine gute Servicequalität bieten zu können.«

Auch zukünftig beabsichtigt 35PE, weitere Partnerschaften mit marktführenden Unternehmen zu schließen.


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