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iPhone führt weiterhin zu Plus bei Umsatz und Gewinn

28. Oktober 2022, 6:06 Uhr | dpa
Gerüchte gibt es schon lange - plant Apple jetzt wirklich, eigene Prozessoren für die PCs zu entwickeln?
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Auch in Zeiten hoher Inflation und Konjunktursorgen ist das iPhone für Apple bisher eine verlässliche Geldmaschine. Im wichtigen Weihnachtsgeschäft stellt der Konzern die Anleger aber auf mehr Gegenwind durch den starken Dollar ein.

Apple trotzt vor allem dank der Stärke beim iPhone der Konsumzurückhaltung. Im vergangenen Quartal steigerte der Konzern den Umsatz im Jahresvergleich um 8 Prozent auf 90,1 Milliarden Dollar (90,4 Mrd. Euro). Unterm Strich legte der Gewinn von 20,55 auf 20,72 Milliarden Dollar zu. Apple löst sich damit von der Entwicklung bei anderen Tech-Riesen, die von sinkenden Werbeausgaben oder Konjunktursorgen getroffen werden.

Zugleich schränkte Finanzchef Luca Maestri ein, dass das Umsatzwachstum im laufenden Quartal unter den 8 Prozent der vergangenen drei Monate liegen werde. Auslöser seien vor allem der starke Dollar, der die Einnahmen bei der Umrechnung in US-Währung um bis zu 10 Prozent drücken werde. Das Weihnachtsquartal ist traditionell das wichtigste für Apple.

Das iPhone war ein zentraler Treiber des Geschäfts mit einem Umsatzplus von 38,9 auf 42,6 Milliarden Dollar. Apple brachte im September wie gewohnt die neue iPhone-Generation auf den Markt - diesmal eine Woche früher als 2021.

Der Konzern selbst nennt keine Stückzahlen. Aber nach Berechnungen der Analysefirma Canalys war Apple der einzige große Anbieter, der den Absatz steigern konnte - und zwar um 8 Prozent auf 53 Millionen iPhones. Samsung behielt demnach die Spitzenposition im Markt, auch nach einem Rückgang von 8 Prozent auf 64,1 Millionen Geräte. Die chinesischen Anbieter Oppo und Vivo verkauften dagegen rund ein Fünftel weniger Geräte. Beim Marktanteil kommt Samsung jetzt auf 22 Prozent und Apple auf 18 Prozent.

Das Geschäft mit Mac-Computern wuchs - mitten in einem rapiden Schrumpfen des PC-Marktes - von rund 9,2 Milliarden Dollar auf den Rekordwert von 11,5 Milliarden Dollar. Das lag laut Konzernchef Tim Cook unter anderem an einer hohen aufgestauten Nachfrage nach Produktionsausfällen im Frühjahr. Für das laufende Vierteljahr stellte Finanzchef Maestri zugleich einen deutlichen Umsatzrückgang in Aussicht und führte dies vor allem darauf zurück, dass im Jahresquartal der Start populärer neuer Modelle die Erlöse hochgetrieben habe.

Beim iPad gingen die Erlöse dagegen von 8,25 auf knapp 7,2 Milliarden Dollar zurück. Auch hier verwies Apple auf Vergleichseffekte - im Vorjahresquartal habe es eine Sonderkonjunktur durch neue Modelle gegeben. Die Engpässe bei Halbleitern, die in den vergangenen Jahren das Geschäft zum Teil gebremst hatten, spielen inzwischen keine signifikante Rolle mehr, sagte Cook.

Apple betonte besonders, dass die Geräte weiterhin viele neue Kunden anlockten. So sei es für mehr als jeden zweiten Mac- und iPad-Käufer das erste solcher Geräte gewesen. Bei der Computer-Uhr Apple Watch seien sogar mehr als zwei Drittel Erstkäufer gewesen. Mit mehr neuen Kunden kann sich Apple Hoffnungen auf mehr Ersatzkäufe sowie zusätzliches Abo-Geschäft machen.

Im Geschäft mit Dienstleistungen legten die Umsätze um fünf Prozent auf 19,2 Milliarden zu - und wuchsen damit langsamer als früher. Schwäche habe es unter anderem im Geschäft mit Werbung und Spielen im App Store gegeben, sagte Maestri.


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