Trotz US-Sanktionen

Chinas Halbleiterindustrie bleibt weiter auf Wachstumskurs

29. August 2022, 14:30 Uhr | Iris Stroh
William W. Potter/stock.adobe.com
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Chinas größtes Importgut sind Halbleiter. Doch das ist nur ein Grund, warum China seit Jahren seine eigene Halbleiterindustrie mit Milliarden-Investitionen pusht. Der zweite Grund ist sicherlich die Erfahrung von Unternehmen wie Huawei, die von der Versorgung mit Chips abgeschnitten wurden.

Die Erfahrung von Huawei hat auch bei anderen chinesischen Unternehmen die Befürchtungen geschürt, dass auch ihre Halbleiter in Zukunft eventuell nicht mehr zu bekommen sind. Wie ernst China die US-Sanktionen nimmt, zeigte die zweite Phase des Nationalen Investitionsfonds Ende 2020, bei der es darum ging, die Fördergelder von knapp 30 Mrd. Dollar dafür zu nutzen, um China in der Fertigung von 28-nm-CMOS-Prozessen erstmals unabhängig vom Ausland zu machen.

Obwohl die Handelsrestriktionen durchaus Wirkung zeigen – nicht nur für Huawei, sondern etwa auch für die chinesische Foundry SMIC, die keine Prozesse unter 14 nm anbieten kann – bleibt die Dynamik der chinesischen Halbleiterindustrie dennoch ungebrochen. Das belegen nicht nur die Zahlen der Semiconductor Industry Association (SIA), die jährliche Wachstumsraten von 30 Prozent ermittelt hat, sondern spiegelt sich auch in den Ergebnissen eines embedded world Panels zur chinesischen Halbleiterindustrie wider. Die hochkarätig besetzte Runde erwartet ebenfalls »gigantische Wachstumsraten« (Jürgen Höllisch, Hoellisch Consulting) für die nächsten Jahre. 

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