GlobalFoundries hat am Dienstag, den 17. März, offiziell mit dem Ausbau seines deutschen Standortes in Dresden begonnen und läutet damit die nächste Phase seines Erweiterungsprojekts »SPRINT« ein.
Ziel ist es, bis Ende 2028 die Produktionskapazität des Werks in der sächsischen Landeshauptstadt um mehr als 110.000 Wafer pro Jahr zu steigern und die Jahreskapazität auf deutlich über eine Million 300mm-Wafer zu erhöhen. Damit reagiert GF auf die wachsende Nachfrage nach leistungsfähigen, energieeffizienten Halbleitern und stärkt gleichzeitig die Versorgungssicherheit für Kunden aus Schlüsselbranchen wie Automobilindustrie, Industrieautomation und Kommunikationstechnologie. Dafür werden die bestehenden Reinraum- und Laborflächen um rund 10 Prozent auf etwa 65.000 Quadratmeter erweitert.
Im Rahmen des SPRINT-Projekts plant GF, 1,1 Milliarden Euro in den Ausbau des Dresdner Standorts zu investieren. Das Projekt wird wesentlich durch Bund und den Freistaat Sachsen im Rahmen des European Chips Act gefördert und stärkt die Rolle der Region als Kern des Mikroelektronik-Clusters Silicon Saxony.
Die gestartete Bauphase umfasst den erweiterten Rohbau und die Errichtung zusätzlicher Reinraum‑ und Technikflächen. Parallel dazu wird ein vorhandenes Gebäude zu einem Reinraum für Wafer-Fertigung umgebaut und an das 25km lange hochautomatisierte Transportsystem angeschlossen, das Wafer-Boxen staubfrei, präzise und rund um die Uhr zwischen den Prozessanlagen befördert.
Bereits ab der zweiten Jahreshälfte 2026 sollen die ersten neuen Fertigungstools installiert werden, bevor GlobalFoundries schrittweise in die produktionsnahe Qualifizierungs- und Ramp-up-Phase übergeht. Ziel ist es, die zusätzlichen Kapazitäten bis Ende 2028 vollständig in den laufenden Betrieb zu integrieren und damit einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit der europäischen Industrie zu leisten.
GlobalFoundries betont: »Hervorzuheben sind die schnellen Genehmigungsverfahren für SPRINT. In enger Abstimmung zwischen Stadt, Land und Bund konnten die notwendigen Schritte sehr zügig abgeschlossen werden – ein wichtiger Standortfaktor, damit Großprojekte in der Halbleiterindustrie schnell von der Planung in die Umsetzung kommen.«