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Gutes zweites Quartal

S&T trotzt der Corona-Krise

10. August 2020, 13:42 Uhr   |  Joachim Kroll

S&T trotzt der Corona-Krise
© K.-U. Häßler | stock.adobe.com

Bei S&T fließen die Einnahmen auch während der Corona-Krise ungehindert weiter.

Mit einem Umsatzwachstum von 8 Prozent und einer Steigerung des Gewinns vor Steuern um 16 Prozent wächst der Technologiekonzern S&T gegen den Trend.

Die S&T AG, Mutterkonzern u.a. von Kontron, schließt erfolgreich das erste Halbjahr 2020 ab. In dem von der Corona-Pandemie geprägten, wirtschaftlich schwierigen Umfeld, konnte der Umsatz mit 268,6 Mio. Euro auf dem Q1-/Vor-Corona-Niveau gehalten werden und im Vergleich zum Vorjahr um 8% erhöht werden. Das EBITDA konnte im 2. Quartal 2020 auf 27,0 Mio. Euro (Vj.: 23,2 Mio. Euro) gesteigert werden. Die Bruttomarge erhöhte sich – aufgrund des weiter gesteigerten Technologie- und Softwareanteils – auf 39,3% gegenüber 36,8% im ersten Halbjahr 2019. Der Gewinn je Aktie erhöhte sich im zweiten Quartal um 18% auf 16 Cent (Vj.: 13 Cent).

S&T gehört damit bisher zu den Gewinnern der Corona-Krise. Dies gelang durch neue Rekordwerte in den Bereichen »Medical« und »Public Business«. Hier bot der Technologiekonzern die passende technische Ausstattung für den Bedarf während der Krise. In Deutschland ist S&T hauptsächlich durch seine Tochter Kontron bekannt, die den Markt für Industrieelektronik beliefert. Hier verzeichnete der Bereich »Avionics« einen sigifikanten Einbruch. Der österreichische Mutterkonzern ist aber wesentlich breiter aufgestellt und entwickelte sich mit seinen IT-Produkten und -Dienstleistungen entsprechend positiv.

Sattes Auftragspolster

Der Auftragsbestand der S&T AG bestätigt diese Entwicklung und ist im zweiten Quartal weiter angewachsen. Das Auftragsbuch ist mit nunmehr 910 Mio. Euro zum 30. Juni 2020 um 68 Mio. Euro besser gefüllt als zu Jahresbeginn.

Dank der hohen Liquidität konnte die S&T-Gruppe bei sich bietenden Akquisitionsmöglichkeiten auch während der Krise rasch reagieren. Im Juli tätigte S&T die Akquisitionen von Iskratel und CITYCOMP um das Produktportfolio und die Wettbewerbssituation weiter zu verbessern.

Hannes Niederhauser, CEO: »Unser Ausblick ist – trotz anhaltender Krise – ein positiver. Wir haben unsere Karten in der Krise gut genutzt, profitieren in mehreren Bereichen und sehen uns daher als klaren Profiteur der Corona-Krise. Ich freue mich auf weitere erfolgreiche Akquisitionen in den kommenden Quartalen. Wir werden unser Ziel für 2020 von 1.150 Mio. Euro Umsatz und 115 Mio. Euro EBITDA auf alle Fälle erreichen und bekräftigen unser Mittelfristziel für 2023 von 2 Mrd. Euro Umsatz bei einem EBITDA von EUR 220 Mio.«

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