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Erwarteter Umsatzrückgang, aber bessere Jahresprognose

23. Juli 2020, 06:52 Uhr   |  Iris Stroh

Erwarteter Umsatzrückgang, aber bessere Jahresprognose
© Wrangler/stock.adobe.com

STMicroelectronics hat im zweiten Quartal einen Nettoumsatz von 2,09 Mrd. Dollar erzielt, im vorherigen Quartal lag der Umsatz noch bei 2,23 Mrd. Dollar. Im dritten Quartal soll der Umsatz wieder kräftig wachsen, für das Gesamtjahr hebt das Unternehmen seine Prognose wieder an.

Hatte STMicroelectronics im ersten Quartal aufgrund der Corona-Pandemie noch große Probleme mit Fabrikschließungen und Logistik, erklärt Jean-Marc Chery, President und CEO von STMicroelectronics, dieses Mal: »Während des zweiten Quartals konnten wir zum normalen Betrieb zurückkehren.« Dass der Umsatz im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal um 6,5 Prozent zurückfiel, hatte Chery schon erwartet, er hatte bereits prognostiziert, dass das zweite Quartal das schlechteste im Jahr 2020 sein wird. Ursache sind Rückgänge bei den Automotive-, Analog- und Imaging-Produkte, die nur zum Teil durch das Umsatzwachstum mit Mikrocontrollern, Digitalen und Power-Discrete-Produkten kompensiert werden konnten. Chery weiter: »Die erste Hälfte des Jahres 2020 spiegelt ein Wachstum von 1,6 Prozent im Jahresvergleich wider, das von Analog-, Imaging- und Mikrocontrollern getragen wird, teilweise aber durch Rückgänge bei Automotive und Power Discrete wieder ausgeglichen wurde.«

Der Nettogewinn wurde mit 90 Mio. Dollar beziffert, ein Rückgang um mehr als 50 Prozent, denn im vorherigen Quartal waren es noch 192 Mio. Dollar gewesen. Die Bruttomarge fiel im zweiten Quartal mit 35,0 Prozent leicht niedriger als im Vorquartal (37,9 Prozent) aus.

Für das dritte Quartal erwartet Chery ein sequentielles Umsatzwachstum von 17,5 Prozent (Mid-Point), Hintergrund dieser positiven Einschätzungen sind laufende Programme mit Kunden, neue Produkte und verbesserte Marktbedingungen. Für das Jahr 2020 erwartet Chery jetzt einen Umsatz zwischen 9,25 und 9,65 Mrd. Dollar, Ende letzten Jahres war im schlechtesten Fall noch von 8,8 Mrd. Dollar ausgegangen worden. Auch beim CAPEX schaut es jetzt besser aus. Wurde im ersten Quartal noch von einer Reduktion des CAPEX auf 1,0 bis 1,2 Mrd. Dollar gesprochen, sieht der Plan jetzt vor, definitiv 1,2 Mrd. Dollar zu investieren.

Produktgruppen im Jahresvergleich

  • ADG (Automotive and Discrete Group): Der Umsatz im Automotive-Bereich sank, der Umsatz mit Power Discrete stieg. Der Betriebsgewinn ging um 77,5 Prozent

     

    auf 16 Mio. Dollar zurück. Die operative Gewinnmarge betrug 2,3 Prozent gegenüber 8,2 Prozent.
  • AMS (Analog, MEMS and Sensors Group): Der Umsatz mit MEMS sank, der im Analog-Bereich stieg. Der Betriebsgewinn ging um 24,1 Prozent

     

    auf 56 Mio. Dollar zurück. Die operative Gewinnmarge betrug 9 Prozent gegenüber 10,7 Prozent.
  • MDG (Microcontrollers and Digital ICs Group): Der Umsatz sowohl mit Mikrocontrollern als auch mit Digital-ICs stieg. Der Betriebsgewinn stieg um 160,6 Prozent

     

    auf 117 Mio. Dollar zurück. Die operative Gewinnmarge betrug 15,9 Prozent gegenüber 7,6 Prozent.

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