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Asset Lifecycle Management

Siemens und SAP erweitern Zusammenarbeit

19. April 2021, 08:50 Uhr   |  WEKA FACHMEDIEN, Newsdesk

Siemens und SAP erweitern Zusammenarbeit
© Siemens

SAP und Siemens Digital Industries Software erweitern ihre Partnerschaft, um neue Software für den Service- und Asset-Lifecycle anzubieten.

Einen digitalen roten Faden, der IT- und OT-Systeme verbindet, haben Siemens und SAP im Rahmen ihrer strategischen Partnerschaft entwickelt. Mit Software für Service- und Asset-Management sind Geschäftsinformationen, über den gesamten Lebenszyklus von Produkten oder Anlagen hinweg verfügbar.

SAP und Siemens Digital Industries Software gaben heute eine Erweiterung ihrer Partnerschaft bekannt, mit der beide Unternehmen neue Lösungen für den Service- und Asset-Lifecycle anbieten. Siemens bietet – zunächst mit dem Fokus auf die diskrete Fertigungsindustrie – das SAP Asset Intelligence Network, die Anwendung SAP Asset Strategy and Performance Management sowie das SAP Enterprise Portfolio- und Projektmanagement-Paket an. SAP bietet das Software-Portfolio Teamcenter Service Lifecycle Management (SLM) von Siemens an, das ein Wietschaftsökosystem mit integriertem Service-Engineering und Asset Operations ermöglicht.

Beide Unternehmen wollen neue cloudbasierte Services präsentieren, die Anlagenbauer dabei unterstützen, die Betriebseffizienz kritischer Anlagen zu steigern, ungeplante Maschinenstillstände zu vermeiden und die Konstruktionszyklen von Engineering-Projekten zu verkürzen. Damit können der Geschäftswert über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts und Assets/Service maximiert werden und neue kollaborative Prozesse zwischen Hersteller und Betreiber entstehen.

Diese neuen Lösungen setzen auf die im Juli 2020 bekannt gegebene strategische Partnerschaft zwischen Siemens und SAP auf. Sie ermöglichen es den Maschinen- und Anlagenbauern, neue Services und Geschäftsmodelle für Bestandsanlagen anzubieten, und unterstützen Eigner und Betreiber dabei, die im laufenden Betrieb gewonnenen Erkenntnisse dafür zu nutzen, die Auslastung ihrer Anlagen zu steigern und gleichzeitig die Zuverlässigkeit zu maximieren und Risiken zu reduzieren.

»Durch die Verbindung von IT und OT hilft Siemens Industrieunternehmen dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen«, sagte Cedrik Neike, Vorstandsmitglied der Siemens AG und CEO von Siemens Digital Industries. »Mit dieser Partnerschaft schaffen wir einen echten digitalen roten Faden, der über Komponenten von Siemens und SAP-Betriebsdaten in Echtzeit mit virtuellen Produkt- und Anlagemodellen verbindet und so fundierte Erkenntnisse über Betriebsabläufe ermöglicht. Damit beschleunigt sich das Tempo der digitalen Transformation für die Eigner, Betreiber und Hersteller von Industrieanlagen, die nun neue Geschäftsmodelle einschließlich leistungs- und einsatzbasierter Kosten anbieten und ihre Assets effizienter nutzen können.«

Unternehmen, die Industrieanlagen konstruieren, projektieren, betreiben und warten, haben das Ziel, ihren Anlagenbetrieb zu verbessern, ungeplante Maschinenstillstände zu vermeiden und dabei die komplexe Beziehung zwischen Erstausrüstern (OEMs) und Anlagenbetreibern zu regeln. Durch diese Partnerschaft wollen beide Unternehmen Lösungen anbieten, bei denen über den geschlossenen Regelkreis des digitalen Zwillings der Service Design Content mit den betrieblichen Abläufen geteilt und wieder zum Produktdesign zurück gespielt wird. Durch die enge Zusammenarbeit der Netzwerkpartner untereinander kann der digitale Zwilling für die Planung und Ausführung von Service-Abläufen für Anlagen, Flotten, Maschinen und Fabriken genutzt werden.

»Siemens und SAP teilen eine gemeinsame Vision der Zukunft von Industrieunternehmen«, sagte Thomas Saueressig, Mitglied des Vorstands der SAP SE zuständig für SAP Product Engineering. »Über diese Partnerschaft können wir unseren Kunden unvergleichliche Vorteile in Form eines digitalen roten Fadens bieten, der sich durchgängig durch die gesamte Produktion und die Lieferketten zieht ­ vom Produktdesign über die Fertigung, die betrieblichen Abläufe bis hin zur Wartung. Damit versetzen wir Unternehmen in die Lage, ihre allgemeine Geschäftsperformance zu steigern und die Rendite des eingesetzten Vermögens (Return on assets) zu verbessern. Wenn wir Cloud-Lösungen wie das SAP Asset Intelligence Network für engere Zusammenarbeit und stärkeren Informationsaustausch nutzen, können Siemens und SAP gemeinsam ihren Kunden helfen, Industrie 4.0 voranzutreiben.«

Die neuen Siemens-Lösungen sind speziell dafür ausgelegt, die Elemente aus dem Siemens Xcelerator Software- und Services-Portfolio zu nutzen, unter anderem das Teamcenter Portfolio, MindSphere, das Industrial IoT-als-Service und die Asset Performance Management-Lösung von Siemens sowie die Low-Code-Plattform Mendix und DataHub, zusammen mit dem SAP Intelligent Asset Management und SAP Enterprise Portfolio und Project Management Cloud-Anwendungen.

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