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Investition in die Zukunft

Avnet Embedded eröffnet Design Center

Silvano Geissler
Silvano Geissler, Vice President Product Creation bei Avnet Embedded.
© Avnet Embedded

Am 1. Januar 2022 hat Avnet Embedded ein neues Design Center in Deggendorf eröffnet. Das Unternehmen möchte hiermit seine Design-Kompetenz bei Embedded-Produkten weiter stärken. Deggendorf bietet sich dank seiner starken Infrastruktur an, um Kunden im Südosten Deutschlands zu unterstützen.

Avnet Embedded, Teil der Avnet-Gruppe, sieht das Embedded-Geschäft als Wachstumsmotor der Zukunft. Silvano Geissler, Vice President Product Creation, Avnet Embedded, sieht sich mit dem neuen Design Center in der Lage, seine weltweiten Kunden beim Realisieren von Embedded-Produkten noch besser unterstützen zu können.

Das Deggendorfer Design Center unterscheidet sich strukturell nicht von den anderen Design-Standorten der Unternehmensgruppe und verfügt über identischen Schnittstellen, Tools und Prozesse. Die Schwerpunkte sind sowohl Produkte der Standard-Roadmap, also x86- und Arm-basierte Computer-on-Modules (CoMs), als auch davon abgeleitete, kundenspezifische Lösungen. Neben der Embedded Hardware, dem Layout und der Mechanik, spielen ebenfalls Themen wie BIOS und Linux eine Rolle.

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Alles aus einer Hand

Avnet Embedded setzt auf das Konzept eines virtuellen Design Campuses, der sich aus allen physischen Standorten zusammensetzt. So befinden sich die Entwicklungsbereiche an den Standorten Stutensee, Freiburg, Neufahrn, Aachen und – ab sofort in Deggendorf. Jeder Standort hat seine Produktschwerpunkte und spielt gleichzeitig eine oder mehrere Rollen als Kompetenzzentrum für die anderen Design Center. Mithilfe des virtuellen Campus-Konzepts und der einheitlichen Infrastruktur ist es möglich, für jedes Projekt die passende Technologie und die dazugehörigen Entwickler-Teams zu finden.

Das Design- und Manufacturing-Ökosystem von Avnet Embedded vereint die unterschiedlichen Entwicklungs- und Fertigungsaspekte miteinander und bildet sie in digitalen Prozessen ab. So werden die Embedded-Produkte in den unternehmenseigenen, hochautomatisierten Fertigungsstätten produziert. Sie bieten eine hohe Flexibilität, Transparenz und Sicherheit. Hiermit erhält ein Kunde alles aus einer Hand – vom optimalen Lösungskonzept über die Implementierung, Serienlieferung/Logistik bis hin zum Lifecyle Management.

»MSC C6B-ALP«
Die Modulfamilie »MSC C6B-ALP« basiert auf neuesten Intel-CPUs.
© Avnet Embedded

COM-Express mit 12. Intel-Core-Generation

Mit der Modulfamilie »MSC C6B-ALP« erweitert Avnet Embedded zudem sein Portfolio an Embedded-Modulen, hier COM-Express Typ 6.  Die Produktfamilie basiert auf der gerade vorgestellten 12. Generation der Intel-Core-H-Prozessoren (Codename »Alder Lake«) und umfasst eine breite Auswahl an CPU-Varianten mit wählbarer Energieeffizienz und hoher Computing-Leistung. Sie eignet sich dank der großen Skalierbarkeit für unterschiedliche Industrieanwendungen – von der Automatisierungstechnik, über Machine-Vision-Systeme und KI-basierte Anwendungen bis hin zur Medizintechnik oder professionellen Sicherheitstechnik.

Die neue Intel Performance Hybrid Architecture der 12. Generation an Core-Prozessoren kombiniert bis zu sechs Performance Cores und bis zu acht Efficient Cores.  Zudem optimiert der integrierte »Threat Director« die Arbeitslast der einzelnen Cores. Insgesamt bietet Intel mit der neuen Architektur bis zu 14 Cores und 20 Threads bei einer Thermal Design Power (TDP) von 45/35 W. Eine hohe Grafikleistung gewährleistet die integrierte Iris Xe Architecture Graphics mit bis zu 96 Execution Units (EUs).

Zudem kündigte Intel die 12. Generation seiner Core-P- und U-Prozessoren an. Sie eignen sich besonders gut für den Einsatz in Applikationen mit Bedarf an geringerer Verlustleistung. Alle Prozessorderivate sind Sockelkompatibel und kommen auf der Modulfamilie MSC C6B-ALP zum Einsatz.

Avnets COM-Express-Module sind mit bis zu zwei SO-DIMMs mit 8 bis 64 GB bestückbar. Der hohe Datendurchsatz wird aufgrund des schnellen DDR5-4800 SDRAM-Speichers erreicht. Weiterhin sind die Module mit einem COM-Express Carrier Board über vierfach PCIe Gen4 adaptierbar – ein 2,5 GbE Interface ist ebenfalls vorhanden. Zusätzlich stehen vier USB 3.1 Gen 1/2 und acht USB 2.0 Ports sowie zwei UARTs zur Verfügung, außerdem drei DisplayPort/HDMI Interfaces sowie je ein LVDS und Embedded DisplayPort. Die Module sind in der Lage, bis zu vier unabhängige Displays mit bis zu 4K-Auflösung oder ein 8K-Display zu steuern. Über zwei SATA-Kanäle mit 6 GB/s lassen sich Massenspeicher anbinden. Optional können die Computer-on-Modules mit einer NVMe SSD mit einer maximalen Kapazität von 1 TB ausgestattet werden.

Laut Unternehmen ist eine Langzeitverfügbarkeit garantiert, um die getätigten Systeminvestitionen seitens der Kunden sicher zu stellen. Neben den Modulen liefert Avnet Embedded ein komplettes Ökosystem mit passendem Starter Kit, Board Support Package und Design-in Support.


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