Für Industrie-PC-Serie

EFCO Electronics legt API offen

18. Januar 2022, 8:00 Uhr | Tobias Schlichtmeier
EFCO Eagle_Eyes
Die »Eagle-Eyes« Industrie-PC-Serie von EFCO Electronics.
© EFCO Electronics

Ab sofort können Programmierer die Hardware-Konfiguration der Industrierechner von EFCO Electronics dynamisch verändern. Grund ist das Offenlegen der Programmierschnittstelle. Außerdem stellt EFCO zwei Werkzeuge für das Verwalten der Rechner bereit.

Der Industrie-PC-Hersteller EFCO Electronics aus Deggendorf mit Hauptsitz in Taiwan legt seine Programmierschnittstelle (API) offen. So können Programmierer die Hardware-Konfiguration der »Eagle Eyes« Industrie-PCs dynamisch verändern. Entsprechende Treiber stellt das Unternehmen kostenfrei bereit. Hiermit lassen sich Geräte wie Kameras oder Switches aus der Ferne zurücksetzen. Auch die optisch isolierten Ein- und Ausgänge können Entwickler dynamisch – und damit abhängig vom Betriebsmodus – nutzen. Eine weitere Funktion ist die Anzeige des aktuellen Stromverbrauchs jeder Power over Ethernet (PoE)-Schnittstelle auf dem eingebauten Display der Industrierechner.

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Zwei starke Werkzeuge

Mit dem »eKit« sowie der Dynamic Monitoring Control API (DMCI) stellt EFCO Electronics außerdem zwei Werkzeuge für das dynamische Verwalten der Rechnerkonfiguration bereit. Das entsprechende Programmierhandbuch legt alle relevanten Informationen offen. Neben Treibern für Windows und Linux liefert das Unternehmen zudem eine Demo-Applikation mit – einschließlich vollständigem Source-Code. Entsprechend einfach ist es für Programmierer, die API beziehungsweise Windows-Bibliothek in ihre Programmiersprachen, wie C# oder Python einzubinden.

Im Maschinen- und Anlagenbau nutzen Anwender vor allem das verzögerte Hoch- oder Herunterfahren des Industrie-PCs und der angeschlossenen Peripherie. Hierfür stellt der Hersteller standardmäßig einen Remote-Power-Steuereingang bereit sowie einen entsprechenden Watchdog-Timer (WDT). Der Effekt: Starten der Geräte in der richtigen Reihenfolge beim Hochfahren sowie sauberes Schließen aller offenen Dateien und Verbindungen vor dem Herunterfahren.

Weiterhin lässt sich über DMCI die Stromversorgung jeder einzelnen USB- und PoE-Schnittstelle definiert abschalten und hiermit ein Hardware-Reset des angeschlossenen Geräts erzwingen. Über Remote-Zugänge oder MQTT-Ansätze in TeamViewer IoT eingebunden, kann der Hardware-Reset ebenso aus der Ferne ausgelöst werden und damit teure Service-Einsätze vermeiden.

Bei Service- und Inbetriebnahmetechnikern beliebt ist das kleine, eingebaute Display der Eagle-Eyes-Generation des Herstellers. Programmierer nutzen es, um dort den aktuellen Stromverbrauch jedes einzelnen PoE-Ports anzuzeigen. So sieht man auch in großen Anlagen auf einen Blick, ob die Verbindung zur peripheren Systemkomponente »steht«, diese eingeschaltet ist und grundsätzlich funktioniert.

Für eine KI-basierte Zustandsüberwachung lassen sich via DMCI alle relevanten Systemparameter überwachen und protokollieren, beispielsweise Temperatur, Leistungsverbrauch oder aktuelle Spannungswerte der internen Stromversorgung des Rechners. Ebenso lässt sich der Status aller Ports auslesen. Außerdem können die seriellen Schnittstellen »on the fly« zwischen RS-232/422/485 umgeschaltet werden.


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