Das Elektroauto am Hausstrom laden Fiat Chrysler stellt Plug & Play-Wallbox vor

Die neue Wallbox von Fiat Chrysler soll einfach ans heimische Stromnetz angesteckt werden können und das Elektroauto daheim laden.
Die neue Wallbox von Fiat Chrysler soll einfach ans heimische Stromnetz angesteckt werden können und das Elektroauto daheim laden.

Die Ladestation Easy Wallbox von FCA lässt sich ohne zusätzliche Installationen an das heimische Stromnetz anstecken. Gegen Netzüberlastung koordiniert die Wallbox den Strombedarf des Elektroautos mit dem Resthaushalt und erreicht bis zu 2,2 kW. Mit spezieller Verkabelung sind bis zu 7,4 kW möglich.

Das Elektroauto ohne große Umbauten daheim Laden, das wäre ein großer Fortschritt für den Ausbau der Ladeinfrastruktur und für die Massentauglichkeit der Elektromobilität. Im italienischen Piana di Vigezzo hat der Automobilkonzern Fiat Chrysler genau für diesen Zweck die Ladestation »Easy Wallbox« vorgestellt. Die Ladestation wurde gemeinsam mit dem französischen Energiespeicherhersteller Engie Eps entwickelt und ist ausschließlich für Fahrzeuge aus dem Hause Fiat Chrysler geeignet.

Direkt an der Schuko-Steckdose angeschlossen kann die Wallbox ohne weitere Installationen Elektrofahrzeuge mit bis zu 2,2 kW laden. Wer noch eine extra Stromleitung legt, kann Ladeströme bis zu 7,4 kW erreichen. Mit einer speziellen Konfiguration koordiniert die FCA-Wallbox die eigene Stromaufnahme mit allen anderen elektrischen Geräten im Haushalt, um eine eventuelle Überlastung des Netzes auszuschließen.

Die »Easy Wallbox« wurde von Engie Eps in Zusammenarbeit mit den Polytechnischen Universitäten Turin und Mailand entwickelt und wird auch in Italien produziert, sie ist exklusiv für Fiat Chrysler patientiert.

FCAs Elektromobilitässtrategie braucht Ladetechnik

Der Fiat Chrysler-Konzern will das Elektromobilität markenübergreifend voranbringen und in den nächsten Monaten und Jahren viele elektrifizierter Fahrzeugmodelle auf den Markt bringen. Als Hybrid-Versionen stehen der Fiat 500 und der Fiat Panda mit Mild-Hybrid-Antrieb (MHEV) vor dem Start in Deutschland, auch ein vollelektrischer Fiat 500 wurde bereits angekündigt. In der Offroad-Klasse sollen noch im ersten Halbjahr 2020 der Jeep Renegade 4xe und der Jeep Compass 4xe mit Hybrid-Technologie (PHEV) auf die Strasse kommen. Auch in der Nutzfahrzeugklasse ist eine elektrische Version des Transporters Fiat Ducato geplant. FCA hatte bereits im letzten Jahr eine ausgeklügelte Elektromobilitätsstrategie angekündigt, die Investition in Ladetechnologie “zuhause” ist daher ein nachvollziehbarer Schritt, um den Zugang für potenzielle Käufer zu vereinfachen und die Verkaufszahlen anzukurbeln.

»Der Weg, den wir begonnen haben, besteht nicht nur aus der Elektrifizierung von Fahrzeugen. FCA startet ein ganzes Ökosystem aus Produkten und Dienstleistungen zur Elektromobilität«,

sagt Roberto Di Stefano, Leiter der Elektromobilitätssparte bei Fiat Chrysler.

FCA arbeitet auch intern mit Engie Eps zusammen und stellt das Werk Mirafiori in Turin auf Elektromobilität um. Das Werk soll als Puffer für das öffentliche Stromnetz nutzbar sein, nach Angaben von FCA soll in Turin das weltweit größte Vehicle-to-Grid-Netz (V2G) entstehen. Die Akkus von Elektro-Fahrzeugen können damit als Zwischenspeicher und Puffer für das gesamte Stromnetz eingesetzt werden. FCA strebt in Turin mit V2G eine Struktur mit 700 Elektro-Fahrzeugen an, die mit einer Kapazität von 25 Megawatt das öffentliche Stromnetz stabilisieren, während sie geparkt ans Netz angeschlossen sind.