Ab sofort kann die BMW Group in Deutschland in Fahrzeugen seiner neuen Modellgeneration, die mit der erforderlichen Sensorik und Datenverarbeitungsarchitektur zur situativen Erfassung von Umfeldvideodaten ausgestattet sind, Bilddaten aus realen Verkehrssituationen erheben.
Bilddaten aus realen Verkehrssituationen können einen großen Mehrwert für die kontinuierliche Verbesserung von Assistenzsystemen liefern. BMW-Kunden und Verkehrsteilnehmer sollen beispielsweise durch OTA-Software-Updates von Verbesserungen profitieren können, die sich dank der aus realem Verkehrsgeschehen gewonnenen Bilder umsetzen lassen.
Die Bilddatenerfassung ist mit dem neuen BMW iX3 und i3 möglich, sowie mit darauffolgenden neuen Modellen und Modell-Updates.
Für die Weiterentwicklung moderner Fahrerassistenz- und aktiver Sicherheitssysteme konzentrieren sich die Entwickler der BMW Group auf ereignisbezogene Verkehrssituationen, in denen diese Systeme einen besonders hohen Nutzen entfalten können.
Dazu zählen beispielsweise durch Assistenzsysteme verhinderte Kollisionen bei Autobahn-Spurwechseln, das Eingreifen des Notbremsassistenten, eine starke manuelle Bremsung oder ein plötzliches Ausweichmanöver. In diesen Situationen werden gezielt Sensor- und Bilddaten erfasst, die für das Verständnis der Situation und die weitere Optimierung der Systeme relevant sind – zum Beispiel Aufnahmen der Fahrzeugumgebung durch die Außenkameras, Daten der Umfeldsensorik sowie fahrdynamische Informationen wie Geschwindigkeit, Fahrtrichtung oder Lenkwinkel.
Voraussetzung zur Nutzung der Bilddaten ist die Einwilligungserklärung der Kundinnen und Kunden unter Einhaltung aller datenschutzrechtlichen Vorgaben. Die Datenerhebung soll schrittweise auf sämtliche Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums ausgeweitet werden.
Für die Datenverarbeitung hat die BMW Group »privacy-by-design«-Maßnahmen umgesetzt, um die Datenschutzrechte der möglicherweise erfassten Personen und der Fahrzeugnutzer zu schützen: Soweit technisch möglich werden in Bilddaten enthaltene Gesichter und Kennzeichen anderer Verkehrsteilnehmer bereits im Fahrzeug vor der Übermittlung an das IT-Backend von BMWunkenntlich gemacht.
In keinem Fall nehmen BMW-Systeme eine Identifikation individueller Verkehrsteilnehmer vor. Durch automatisierte Löschung der Fahrzeugidentifikationsnummer unmittelbar nach der Übertragung in das BMW IT-Backend ist laut BMW eine Zuordnung der Daten zu einem spezifischen Fahrzeug nicht mehr möglich.