Neue Stecker für die Automatisierung

Der Power-M12 kommt schneller als erwartet

11. Januar 2016, 11:38 Uhr | Corinna Puhlmann
Power-M12
Kompakter M12-Power-Steckverbinder in L-Kodierung
© Harting

Am Markt für industrielle Verbindungstechnik zeichnen sich mehrere Veränderungen ab, wie die aktuellen Produktentwicklungen der Steckverbinder-Hersteller belegen.

Stark im Fokus steht weiterhin der M12-Steckverbinder, nicht nur als neue Highspeed-Schnittstelle, sondern jetzt auch zur Leistungsübertragung. Schneller als erwartet, haben die namhaften Hersteller ihr M12-Sortiment für Power ausgebaut sowie erste Applikationen mit diesen Steckern realisiert. Treiber für den M12 sind Miniaturisierung und Standardisierung.

Folglich werden die kompakten M12-Stecker zur Leistungsübertragung künftig in Anwendungen vordringen, in denen bislang ausschließlich 7/8-Zoll-Anschlusstechnik oder die großen M23-Stecker zum Einsatz kamen. Außerdem ist zu erwarten, dass durch die Kompaktheit der M12-Power-Schnittstelle auch vollkommen neue Anwendungen entstehen werden.

Ein Beispiel für einen Power-M12-Steckverbinder – das Sortiment am Markt ist bereits umfangreich – ist der M12 von Harting in L-Kodierung, der bei einer Nennspannung von 63 V einen Nennstrom von 16 A bietet. Feldverteiler und andere Anwendungen können so einheitlich mit der M12-Schnittstelle ausgerüstet werden. Unterstütz wird dieser Schritt von der Profibus-Nutzer-Organisation (PNO).

Anbieter zum Thema

zu Matchmaker+
Multiprotokoll-I/O-Module
Die neuen Multiprotokoll-I/O-Module erhöhen die Flexibilität in industriellen Anwendungen.
© Belden

Einheitliches I/O-Modul dank M12-Schnittstelle

Auch Belden hat bereits Power-Steckverbinder in L-Kodierung im Programm. Erstmals zeigt das Unternehmen nun auch ein komplettes I/O-Modul, das EtherNet/IP- sowie Profinet-Spezifikationen gleichermaßen unterstützt und sich durch seine Kompaktheit auszeichnet! Voraussetzung zur Entwicklung dieses Moduls war letztendlich der neue M12 zur Leistungsübertragung.

Denn bestehende Multiprotokoll-Module mussten die Hersteller bislang jeweils noch in zwei Ausführungen bereithalten aufgrund unterschiedlicher Schnittstellen, da bei EtherNet/IP die Spannungsversorgung über einen vierpoligen 7/8-Zoll-Stecker erfolgte, jedoch bei Profinet über einen fünfpoligen Stecker. Durch den standardisierten M12 ist nun eine Vereinheitlichung problemlos möglich.


Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

Belden Deutschland GmbH, HARTING Deutschland GmbH & Co. KG