Langfristig bestellen!

Rutronik-Update zur Lieferverfügbarkeit

15. Januar 2018, 14:39 Uhr | Karin Zühlke
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© Fotolia / EtiAmmos

Allokation und lange Lieferzeiten prägen den Bauteilemarkt aller Voraussicht nach auch in diesem Jahr. »Ich kann nur empfehlen, dass die Kunden ihre C-Bauteile langfristig bestellen, zumal der Wert im Verhältnis zum Aufwand gering ist«, rät Markus Krieg, Geschäftsführer Marketing von Rutronik.

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Markus Krieg, Rutronik
© Rutronik

Bei den Keramikkondensatoren sind die für den europäischen Markt relevanten mittleren Bauformen 0603, 0805 und vor allem die Standardwerte und die Automotive-Produkte von Verknappung betroffen.

Eine ähnliche Situation gibt es Krieg zufolge auch bei den Widerständen, speziell bei den in Automotive-Appliaktionen verwendeten größeren Bauformen. Hier liegen die Lieferzeiten im Bereich von mehreren Monaten.

Durch neue Umweltschutzauflagen in China wird demnächst eine Verknappung auch bei den Elektrolytkondensatoren erwartet, da einige Fabriken dort nicht mehr fertigen dürfen.

Die Verknappung bei den Halbleitern erstreckt sich prinzipiell auf alle Bauteile, die relevant sind für den Automobilmarkt. Hinzu kommt nach Auskunft von Krieg, dass mit einer Verknappung auch im Packaging zu rechnen ist: »Nach Auskunft eines Halbleiterherstellers wird erwartet, dass ab Januar Gehäuseformen wie D-Packs auf Allokation sind und zwar unabhängig vom Chip.«

Erwartet wird laut Markus Krieg auch, dass künftig auch die diskreten Hochvolt-Bauteile betroffen sein werden, wenn der Schub bei der Elektromobilität nachhaltig eintritt, wie es sich momentan abzeichnet. Denn dann werden auch die Hochvolt-Prozesse betroffen sein, wie Bauteile im Spannungsbereich zwischen 100 und 600 V, die bisher noch nicht allokiert waren.

Etwas besser sieht es laut Markus Krieg bei den Mikrocontrollern aus: »Wenn wir den Bereich der Mikrocontroller betrachten, sehen wir punktuell eine Verknappung, die im Wesentlichen davon abhängt, welcher Handytyp mit welchen Absatzzahlen belegt ist.« Für Leuchtdioden geht Krieg davon aus, dass sich die Situation nicht zuletzt aufgrund der Eröffnung der neuen Fabrik von Osram entspannt.

Weniger kritisch zeigt sich die Situation in der Elektromechanik. Hier gibt es nur punktuell Verknappungen. Mangelware sind hingegen Batterien, die sich getrieben durch die Elektromobilität weltweit auf Allokation befinden, »und das wird voraussichtlich auch in den nächsten Jahren so bleiben. Das Problem sind hier nicht alleine die Fertigungskapazitäten, sondern auch die Rohstoff-Ressourcen«, erklärt Markus Krieg.

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