Schwerpunkte

Immersionskühlung von Arrow und Submer

Damit Supercomputer »cool« bleiben

28. Mai 2021, 13:25 Uhr   |  Karin Zühlke

Damit Supercomputer »cool« bleiben
© Shutterstoick

Cloud- und Edge-Computing sind integrale Bestandteile des Industrial IoT. Arrow hat neben der dazu erforderlichen Hardware von Dell nun auch die passenden Lösungen zur Immersionskühlung des Herstellers Submer auf der Linecard.

Die neue Vertriebsvereinbarung gilt für die Region EMEA und soll Firmenkunden effizentes High-Density-Computing – hohe Rechenleistung auf wenig Raum – ermöglichen. Besonders gefragt ist diese Art der Verdichtung, um das immens steigende Datenvolumen und rechenintensive Prozesse in Zusammenhang mit Industrie 4.0 zu bewerkstelligen. Verdichtung bedeutet hier, dass die Rechenleistung in einem Rack bei gleichbleibender Größe signifikant angehoben wird.

So funktioniert Immersions-Cooling

Flankierend angepasst werden muss die Kühlleistung, weil High-Density-Server mehr Hitze produzieren. Dafür empfiehlt Arrow die Installation einer Tauchkühlung – auch bezeichnet als Immersions-Cooling. Bei dieser Methode werden beispielsweise Supercomputer oder Server, aber auch Hochleistungstransformatoren oder EV-Akkus, in ein dielektrisches Kühlmittel eingetaucht. Diese Technologie ist eine effiziente Möglichkeit, um Komponenten mit hoher Wärmedichte thermisch und elektrisch zu schützen.

Immersions-Cooling damit der Supercomputer cool bleibt
© Arrow

Generell erfolgt der Wärmeaustausch zwischen dem warmen Kühlmittel und dem Kaltwasserkreislauf über einen Wärmetauscher. Bei Immersion Cooling entfällt der Einsatz von Lüftern für die Kühlung von IT-Hardware oder Servern. Es wird zwischen einphasigen und zweiphasigen Kühlmitteln unterschieden. Einphasiges Kühlmittel ändert niemals seinen Aggregatszustand. Es kocht oder gefriert nicht und bleibt immer in flüssiger Form und muss somit auch nicht regelmäßig nachgefüllt werden. Es bedarf keinerlei komplexer Kühlinfrastruktur, da keine gefährlichen Gase für Menschen oder die Umwelt entstehen. Immersion Cooling mit einphasigem Kühlmittel kann somit in offenen als auch geschlossenen Kühlsystemen genutzt werden.

Bei der Zweiphasenkühlung siedet das Arbeitsfluid und verändert somit seinen Aggregatzustand von flüssig zu gasförmig – was dieser Technologie auch seinen Namen gibt. Es kann lediglich in geschlossenen Kühlinfrastrukturen eingesetzt werden.

Aus operativer Sicht vereinfacht Immersion Cooling generell die Inbetriebnahme eines Rechenzentrums und dessen Wartung dank der Verwendung skalierbarer Bausteine für das Computing und die Kühlung. Die Anforderungen an den Wasserkreislauf sind recht einfach zu erfüllen, und somit werden weniger Energie und Ressourcen verbraucht als bei anderen Kühlinfrastrukturen. Eine Bereitstellung im Datenzentrum ist schnell und einfach. Die wirtschaftlichen Vorteile liegen in der Einsparung von Strom und Kühlkosten, einer niedrigeren Total Cost of Ownership und der Möglichkeit, entstandene Wärme wieder zu verwenden.

Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Auf Linkedin teilen Via Mail teilen

Verwandte Artikel

Arrow Electronics, Arrow Central Europe GmbH