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Toyota schickt seine Brennstoffzellentechnik auf See

05. Oktober 2020, 13:15 Uhr   |  Irina Hübner

Toyota schickt seine Brennstoffzellentechnik auf See
© Toyota

Toyota will seine Brennstoffzellentechnik flexibel für unterschiedliche Anwendungen anpassen.

Eine Zwölf-Meter-Yacht nutzt nun Toyotas Brennstoffzellenmodul als Range Extender. Die Antriebslösung erlaubt eine nahezu lautlose Mobilität ohne CO2- und Feinstaubemissionen.

Das neue Antriebssystem REXH2 ist eine modulare wasserstoffbasierte Antriebslösung. Es wurde bereits an Bord des Katamarans Energy Observer erfolgreich unter realen Bedingungen auf offener See über mehr als 7.000 Seemeilen getestet – unter anderem auf transatlantischen Überfahrten.

Nun kommt das REXH2 erstmals in der Hynova 40 zum Einsatz, einer Zwölf-Meter-Yacht für bis zu zwölf Passagiere. Während die Energy Observer hauptsächlich aus Sonne und Wind erzeugte Elektrizität für den Vortrieb nutzt, handelt es sich bei der Hynova um eine batterieelektrische Yacht, auf der die Toyota-Brennstoffzelle als wasserstoffbasierter Range Extender dient. Als erstes Vergnügungsboot mit Brennstoffzellentechnik bringt es damit die emissionsfreie Wasserstoff-Elektro-Hybridtechnologie in die breitere maritime Industrie.

Das Toyota-Brennstoffzellenmodul innerhalb des REXH2 entwickelt eine Netto-Nennleistung von 60 kW und basiert auf der Technik des Toyota Mirai (Kraftstoffverbrauch Wasserstoff kombiniert 0,76 kg/100 km, Stromverbrauch kombiniert 0 kWh/100 km, CO2-Emissionen kombiniert 0 g/km). Durch die gemeinsame Forschung und Entwicklung von Energy Observer Developments (EODev) und Toyota konnte die Technologie an die schwierigen Bedingungen der Meeresumwelt angepasst werden.

»Wir begrüßen die Gelegenheit, die Erprobung unserer Wasserstofftechnologie auf weitere maritime Einsätze auszudehnen. Nach der Integration unseres Brennstoffzellenmoduls in die Energy Observer haben wir das Modul weiter angepasst, sodass es in den wasserstoffbasierten Range Extender von EODev passt«, erklärt Thiebault Paquet, Direktor der Fuel Cell Business Unit bei Toyota Motor Europe. »Gemeinsam zeigen wir, dass emissions- und geräuschfreie Technologien für verschiedene Arten von Mobilitäts- und Antriebsanwendungen bereits heute möglich sind. Damit können wir zur Dekarbonisierung der Energienutzung und zur Entwicklung einer Wasserstoffgesellschaft beitragen.«

Mit dem erneuten maritimen Einsatz untermauert Toyota seine Geschäftsstrategie, die Brennstoffzellentechnik flexibel für unterschiedliche Anwendungen anzupassen. So wird sie  auch schon in Pkw, Bussen und Lkw sowie in Gabelstaplern und Generatoren genutzt.

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