Lastverkehr klimafreundlich gestalten

Joint-Venture für europäisches Hochleistungs-Ladenetz

8. Juli 2022, 13:53 Uhr | Kathrin Veigel
Daimler Volvo Traton Joint Venture
Damit der elektrische Fernverkehr Realität werden kann, muss die Zahl der Ladepunkte so schnell wie möglich deutlich erhöht werden - das ist das Ziel des neuen Joint Ventures zwischen Daimler Truck, Volvo und Traton.
© Daimler Truck

Daimler Truck, Traton und Volvo haben den letzten Schritt zur Gründung des bereits angekündigten Joint Ventures für den Aufbau einer Ladeinfrastruktur in Europa vollzogen. Das neue Joint Venture soll einen Beitrag zum Green Deal der EU und damit für den klimaneutralen Güterverkehr bis 2050 leisten.

Das Joint Venture der Unternehmen Daimler Truck, Traton und Volvo plant, wie im vergangenen Jahr angekündigt, mindestens 1.700 Hochleistungs-Ladepunkte für Ökostrom an und in der Nähe von Autobahnen sowie an Logistik-Hubs in Europa zu errichten und zu betreiben. Die drei Partner wollen hierfür zusammen 500 Millionen Euro investieren. Es handelt sich dabei nach Kenntnisstand der Unternehmen um die bisher bei Weitem größte Investition in Ladeinfrastruktur für schwere Lkw in Europa.

Im Rahmen des Joint Venture, das als rechtlich selbstständiges Unternehmen operiert, sollen Ladestationen für schwere Lkw und Reisebusse als sogenannte Charge Point Operator (CPO) errichtet und betrieben werden. Anja van Niersen, die das neue Unternehmen mit Sitz in Amsterdam leiten wird, bringt umfangreiche Erfahrung aus den Bereichen Energie- und Ladeinfrastruktur mit. Zuletzt war sie Aufsichtsratsvorsitzende und zuvor bereits CEO eines großen europäischen Anbieters von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Das Ladenetz der drei Partner soll Flottenbetreibern in Europa markenunabhängig zur Verfügung stehen – ein klares Signal an alle anderen Akteure.

Das Joint Venture will den Aufbau des Ladenetzes mit Hochdruck vorantreiben, um öffentliche Ladestationen für schwere Nutzfahrzeuge mit Fokus auf Zuverlässigkeit und guter Erreichbarkeit anbieten zu können. Angestrebt wird eine branchenübergreifende Zusammenarbeit, damit Ladelösungen entsprechend den Bedürfnissen von Transportunternehmern und Fahrern entwickelt werden können. Weitere Informationen sollen im Laufe des Jahres 2022 verfügbar sein. Auch die Bekanntgabe des Markennamens soll 2022 erfolgen.

 

Daimler Truck, Traton und Volvo werden zu gleichen Teilen an dem geplanten Joint Venture beteiligt sein. Die Parteien bleiben jedoch in allen anderen Bereichen Wettbewerber.


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