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BMW iNext im Winterfahrtest

Gesamtfahrzeugerprobung für Antriebs- und Fahrwerksverbund

07. Februar 2019, 14:00 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Gesamtfahrzeugerprobung für Antriebs- und Fahrwerksverbund
© BMW

Der elektrisch angetriebene iNext wird im Wintertest in Nordschweden auf Herz und Nieren geprüft.

Das Wintertestzentrum von BMW im schwedischen Arjeplog ist Schauplatz der aktuellen Gesamtfahrzeugerprobung, die dazu dient, alle Bestandteile seiner Antriebs- und Fahrwerkstechnik unter extremen Klima- und Fahrbahn-Bedingungen zu prüfen, zu optimieren und aufeinander abzustimmen.

Die Komponenten des BMW iNext – rein elektrischer Antrieb, intelligentesAllradsystem und modellspezifische Fahrwerkstechnik – werden am Polarkreis erstmals gemeinsam und unter realen Bedingungen getestet. Die Erprobungsfahrten mit dem getarnten Fahrzeug führen über verschneite Straßen und auf zugefrorene Seen, wo tiefe Temperaturen und niedrige Fahrbahnreibwerte den Testalltag bestimmen. Die Kälte stellt vor allem den Elektromotor, die Hochvoltbatterie und das Kühlsystem vor Herausforderungen. Ein besonderes Augenmerk richten die Testingenieure darüber hinaus auf das Energiemanagement des eDrive-Systems.Sie analysieren, wie sich die extremen Minustemperaturen auf das Aufladen des Energiespeichers, die Abgabe von Strom an den Elektromotor, die Versorgung des Bordnetzes sowie den Betrieb der Heizungs- und Klimatisierungsanlage auswirken. Weit über das im Alltagsverkehr übliche Maß hinaus werden auch die Kraftübertragungs- und Fahrwerksregelsysteme in Arjeplog auf die Probe gestellt. Auf abgesperrten Eisflächen lässt sich schon bei niedrigen Fahrgeschwindigkeiten ein Eingreifen der elektronischen Regelung provozieren. Das bedeutet, dass  beispielsweise das Zusammenwirken des speziell für den E-Antrieb entwickelten Allradsystems und der Fahrstabilitätsregelung DSC unter stets exakt reproduzierbaren Bedingungen analysiert und Runde für Runde optimiert werden kann.

Feinabstimmung ist auch bei der Applikation der Lenkung und der Bremsanlage gefragt. Ebenso wie die Verzögerungsleistung der Bremsen muss die Rekuperationsleistung im Schubbetrieb präzise an die jeweilige Fahrsituation angepasst werden. Die Teststrecken rund um Arjeplog bieten auch für dieses Kapitel des Erprobungsprogramms die perfekten Voraussetzungen. Vom Schotterweg über trockenen Asphalt bis hin zum extrem glatten Untergrund einer polierten Eisfläche lässt sich die gesamte Bandbreite fahrdynamischer Herausforderungen testen.

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