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Wasserstofftechnologie für Nutzfahrzeuge

Daimler Truck, Iveco, OMV, Shell und Volvo starten H2Accelerate

16. Dezember 2020, 16:00 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Daimler Truck, Iveco, OMV, Shell und Volvo starten H2Accelerate
© Daimler

Für die Interessensgemeinschaft H2Accelerate ist der Startschuss gefallen - alle Beteiligten wollen die Wasserstofftechnologie im Nutzfahrzeug forcieren.

Daimler Truck, Iveco, OMV, Shell und Volvo wollen im Rahmen ihrer neuen Interessensgemeinschaft H2Accelerate gemeinsam wasserstoff­angetriebenen Lkws europaweit zum Durchbruch verhelfen. Wasserstoff spielt als zentrales Element der vollständigen Dekarbonisierung des Lkw-Bereichs eine wichtige Rolle.

Die Einführung von wasserstoffangetriebenen Lkw in hohen Stückzahlen kann die Entstehung neuer Industriebereiche bedeuten: CO2-freie Wasserstoffproduktionsanlagen, große Wasserstoffverteilsysteme, ein Tankstellennetz mit hoher Kapazität für flüssigen und gasförmigen Wasserstoff und die Produktion von wasserstoffangetriebenen Lkw. Branchenweit synchronisierte Investitionen in den 2020er Jahren werden den an H2Accelerate (H2A) beteiligten Unternehmen zufolge die Einführung von wasserstoffangetriebenen schweren Lkw in großem Maße unterstützen. Dies ist aus ihrer Sicht die Voraussetzung, um das europäische Ziel eines emissionsfreien Transports bis zum Jahr 2050 zu erreichen.

Die flächendeckende Einführung von wasserstoffangetriebenen Lkw wird etwa ein Jahrzehnt in Anspruch nehmen. Den Anfang sollen Unternehmen machen, die sich bereits frühzeitig zu dieser Technologie bekennen und entsprechende Lkw einsetzen wollen. Die Lkw sollen zunächst in regionalen Clustern sowie entlang europäischer Transportrouten mit hoher Auslastung und mit guter Wasserstoff-Tankstellenversorgung fahren. Im Laufe des Jahrzehnts können diese Cluster dann miteinander verbunden werden, sodass ein europaweites Netzwerk entsteht.

Für die Etablierung von wasserstoffangetriebenen Lkw werden öffentliche Mittel erforderlich sein. So wollen die an H2Accelerate Beteiligten in einer ersten Phase gemeinsam Fördermittel für frühe Vorserienprojekte akquirieren. Parallel dazu werden sie mit politischen Entscheidungsträgern und Regulierungsbehörden zusammenarbeiten. Das Ziel: Ein entsprechendes Umfeld schaffen, das den weiteren Aufbau der Serienfertigung von wasserstoffangetriebenen Lkw und ein europaweites Betankungsnetz für CO2-freien Wasserstoff begünstigt.

Ziele der Interessensgemeinschaft H2Accelerate:

  • Akquirierung öffentlicher Mittel zur Finanzierung früher Vorserienprojekte um den Markt zu aktivieren
  • Information über die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit von wasserstoffangetriebenen Lkw
  • Dialog mit politischen Entscheidungsträgern und Regulierungsbehörden, damit politische Maßnahmen eine nachhaltige und schnelle Marktreife für emissionsfreie Fernverkehrs-Lkw sicherstellen

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