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Leistungsstarke Prozessoren gefragt

Continental investiert in KI-Chip-Start-up Recogni

23. Februar 2021, 10:30 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Continental investiert in KI-Chip-Start-up Recogni
© Continental

Continental beteiligt sich an dem deutsch-amerikanisches KI-Chip-Start-up Recogni.

Continental hat eine Minderheitsbeteiligung am deutsch-amerikanischen Unternehmen Recogni erworben. Das Start-up arbeitet an einer neuen Chiparchitektur für die auf künstlicher Intelligenz basierende Objekterkennung in Echtzeit. Eingesetzt werden sollen die Prozessoren u.a. in Continentals HPCs.

Als strategischer Investor bringt Continental neben dem finanziellen Engagement auch Know-how im Bereich der KI, der Fahrzeugsensorik und der Fahrerassistenzsysteme in die Weiterentwicklung des Chipdesigns ein. Das Unternehmen geht davon aus, dass bereits im Jahr 2026 eine erste Serienproduktion mit dem neuen Chipansatz möglich ist. Die neuen Prozessoren dienen im übertragenen Sinne als sparsamer Datenturbo: Mit geringem Energiebedarf ermöglichen sie den Fahrzeugcomputern die schnelle Wahrnehmung der Fahrzeugumgebung und schaffen die Basis für die Funktionen des automatisierten und autonomen Fahrens. Beide Unternehmen haben Stillschweigen über die Höhe der Beteiligung vereinbart.

»Ohne schnelle Chips keine Vernetzung, keine Automatisierung und kein autonomes Fahren«, bringt es Frank Petznick, Leiter der Continental-Geschäftseinheit Fahrerassistenzsysteme auf den Punkt. »Mit unserer eigenen Forschung für neue Chipdesigns, den strategischen Partnerschaften mit großen Chipherstellern wie NVIDIA und der Investition in Recogni legen wir die Basis für die Deckung des zukünftigen Bedarfs an hoch spezialisierten Prozessoren für Sensormodule und Steuergeräte und für unsere mächtigen Hochleistungscomputer im Fahrzeug.«

Der Start der Zusammenarbeit zwischen Continental und Recogni wurde durch die Continental-eigene Start-up-Organisation co-pace realisiert. Das weltweite Team von Technologieexperten wurde auf Recogni aufmerksam, und beide arbeiteten in den letzten 18 Monaten intensiv zusammen, um die technische Umsetzbarkeit und vor allen Dingen theoretische Wirksamkeit des neuen Chipdesigns bestmöglich sicherzustellen. »Noch ist zwar alles Theorie, aber unsere Simulationen zeigen, dass wir eine zigfach schnellere Auswertung unserer Sensordaten erwarten können, sobald die Recogni-Chips das erste Mal im Einsatz sind«, erläutert Annika Ratte-Front, Leiterin künstliche Intelligenz des Continental-Geschäftsbereichs ADAS.

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