IT-Gipfel 2016

Berufsschulen 4.0 und die erste Smart School

17. November 2016, 10:06 Uhr | Karin Zühlke

Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Qualifizierung ist Beschäftigungssicherung

Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, betont auf dem IT-Gipfel: „Industrie 4.0 wird dann zum Gewinn für alle Seiten werden, wenn sie von einer veränderten Unternehmens-, Führungs- und Arbeitskultur flankiert und unterstützt wird. Dies wiederum setzt lebendige Mitbestimmung und Beteiligung der Beschäftigten in den Betrieben voraus. In einem solchen Rahmen kann es gelingen, alle Beschäftigtengruppen mitzunehmen und für eine Tätigkeit in der digitalen Arbeitswelt zu qualifizieren. Dazu finden sich auch wichtige Hinweise in den Handlungsempfehlungen der Arbeitsgruppe Arbeit, Aus- und Weiterbildung der Plattform Industrie 4.0. Unstrittig ist: eine präventive und bedarfsgerechte Qualifizierung ist die beste Beschäftigungssicherung in der technischen Transformation.“

Qualifizierung aktiv fördern

Welche Veränderungen ergeben sich durch die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt? Und: Wie können Beschäftigte flexibel weitergebildet werden? Mit diesen Fragen setzen sich Sozialpartner in der Plattform auseinander. Die Veröffentlichung „Die digitale Transformation im Betrieb gestalten – Beispiele und Handlungsempfehlungen für Aus- und Weiterbildung“ zeigt anhand von 15 realen Projekten, welche Kompetenzen Mitar-beiterinnen und Mitarbeiter künftig benötigen und wie sich diese im Betrieb vermitteln lassen.

So zeigt ein Beispiel, wie ein Unternehmen die Veränderungen im eigenen Betrieb genau analysiert und Ausbildungsinhalte, Lehrmethoden und Trainer-Kompetenzen systema-tisch daran anpasst. Ein anderes Unternehmensbeispiel demonstriert, wie verschiedene Bildungsbereiche verzahnt werden, um den Fachkräftebedarf an gut ausgebildetem IT-Sicherheit-Personal zu decken. Das Unternehmen baute eine Bildungskette mit Studi-ums-, Ausbildungs- und Weiterbildungselementen bis hin zum hochqualifizierten Cyber-Security Professional auf.

Exponat APPsist zeigt, wie’s geht

Beim Rundgang von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel auf der gleichzeitig stattfindenden Ausstellung veranschaulichte Dr. Eberhard Veit für die Festo AG gemeinsam mit Jörg Hofmann anhand von APPsist, wie mit innovativen Mitteln Voraussetzungen geschaffen werden, damit Beschäftigte sich im laufen-den Betrieb neues Wissen aneignen können. Das sozialpartnerschaftlich entwickelte Wissens- und Assistenzsystem APPsist stellt sich automatisch auf den Unterstützungs-bedarf von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit unterschiedlichem Vorwissen ein, um sie flexibel im Unternehmen einzusetzen. Gleichzeitig unterstützt das System mit Lern-funktionen und Hintergründen den Kompetenzerwerb.

Anbieter zum Thema

zu Matchmaker+

  1. Berufsschulen 4.0 und die erste Smart School
  2. Deutschlands erste Smart School
  3. Qualifizierung ist Beschäftigungssicherung

Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

BITKOM e. V., Bundesministerium für Wirtschaft und Energie