IT-Gipfel 2016

Berufsschulen 4.0 und die erste Smart School

17. November 2016, 10:06 Uhr | Karin Zühlke

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Deutschlands erste Smart School

Die digitale Bildung soll bereits im Kindesalter beginnen: Daher wurde die Gesamtschule Bellevue in Saarbrücken als erste „Smart School“ in Deutschland eröffnet. Mit Unterstützung von Partnern wie Bettermarks, Cisco, Fujitsu, Google, HP, Imsimity, Microsoft, Minhoff, SAP und Telekom wurde die Schule mit digitalen Geräten und spezieller Lernsoftware für den Unterricht von morgen ausgestattet. Parallel wird ein didaktisches Konzept entwickelt, um die Technologie in den Lehrplan zu integrieren und die Lehrer entsprechend weiterzubilden. „Digitale Technologien in die Schule zu bringen, ist nicht nur ein Wunsch von Lehrern und Schülern, sondern auch der Eltern“, sagt Dirks.

Nach einer repräsentativen Umfrage unter 1.011 Eltern schulpflichtiger Kinder im Auftrag des Bitkom sind zwei Drittel (66 Prozent) der Meinung, dass ihre Kinder durch den Computereinsatz in der Schule motivierter sind. Jeweils rund die Hälfte sagt, durch den Einsatz digitaler Medien lernt das eigene Kind schneller (47 Prozent) und tauscht sich besser mit seinen Mitschülern aus (49 Prozent). Und 8 von 10 Eltern (83 Prozent) fordern, dass mehr Geld in Computerausstattung und in digitale Lernmittel an der Schule ihres Kindes investiert wird. „Der von Bundesbildungsministerin Wanka vorgeschlagenen Digitalpakt, der 5 Milliarden Euro für digitale Geräte und Infrastruktur an den Schulen vorsieht, geht voll auf Forderung der Eltern in Deutschland ein“, so Bitkom-Präsident Thorsten Dirks. „Das ist eine klare Aufforderung an die politisch Verantwortlichen in den Ländern, die Digitalisierung der Schule jetzt anzugehen.“ Nach Ansicht des Bitkom liefert die „Smart School“ in Saarbrücken eine Blaupause, wie sich der Digitalpakt vor Ort praktisch umsetzen lässt. Mit dem Gymnasium Wendalinum hat sich im Saarland bereits die zweite Schule auf diesen Weg gemacht. „Bildung und digitale Transformation unserer Wirtschaft, das sind zwei ganz zentrale Zukunftsthemen. Von ihnen hängen unser künftiger Wohlstand, gesellschaftlicher Zusammenhalt und politischer Gestaltungsspielraum ab“, erklärt Dirks.

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