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Austern als Nitratfilter

18. November 2020, 06:25 Uhr   |  Heinz Arnold

Austern als Nitratfilter
© Solar Oysters

Die vollautomatischen über Solarenergie versorgten Austernfarmen von Solar Oysters können die Nitrat- und Phosphorbelastung von Gewässern deutlich reduzieren.

Vollautomatische, über PV versorgte Austern-Farmen liefern nicht nur Nahrungsmittel, sondern reduzieren die Nitratbelastung des Wassers.

Bis zu 2,4 Mio. Austern lassen sich in den Aquakulturen von Solar Oysters züchten – gegenüber herkömmlichen Austernzuchten auf 45 Mal weniger Platz. Die erforderliche Energie liefern Solarmodule.  

Das »floatovoltaic Oyster Production System« produziert mit Hilfe von Sonnenenergie Proteine und Nahrung, kann aber noch mehr: Maryland hinkt dem Ziel, die Stickstoffbelastung zu reduzieren, hinterher. Die Austern-Farmen von Solar Oysters können dazu beitragen, den Rückstand aufzuholen. Deshalb unterstützt das Unternehmen das „Chesapeake Clean Water Blueprint Project“, das sich die Reduzierung der Nitratbelastung in der Chesapeake Bay zum Ziel gesetzt hat. Bis 2025 soll die Nitratbelastung in der Bucht den Vorschriften entsprechen.

»Austern sind nicht nur Nahrungsmittel, sie sind auch für die Chesapeake Bay und andere Wasserstraßen sehr nützlich, weil sie Stickstoff und Phosphor aus dem Wasser filtern. Die Austern in unserer größten Anlage filtern pro Jahr bis zu 43 Mrd. Gallonen Wasser und können die Nitratbelastung von 2852 Acres Ackerland aus dem Wasser holen«, sagt Mark Rice, Principal von Solar Oysters.

Das über PV versorgte Produktionssystem von Solar Oysters hat ein von der Maritime Applied Physics Corporation und der EcoLogix Group gegründetes Joint-Venture entwickelt. Zudem hat die „Maryland Industrial Partnership“ zusammen mit dem Center for Environmental Science der University of Maryland das Projekt gefördert.

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