Die Ready-2-Adapt-Plattform SYNEXIS von der S.I.E ermöglicht die unkomplizierte Anpassung von Bedieneinheiten mit Touch-Panel an individuelle Anforderungen, was die Umsetzungsgeschwindigkeit erhöht und die Entwicklungsbudgets schont.
Die Plattform macht angepasste, hochwertige Touch-Bedieneinheiten so auch für mittelständische und kleine Unternehmen attraktiv.
Mit der Ankündigung ihrer Entwicklungsplattform SYNEXIS für Human Machine Interfaces (HMIs) hat die System Industrie Electronic GmbH (S.I.E) mit Hauptsitz in Lustenau/Österreich 2025 für Aufmerksamkeit gesorgt. Denn die auf einer jahrzehntelangen Entwicklungserfahrung beruhende Plattform bietet eine Alternative zur vollständig kundenindividuellen Entwicklung von HMIs (Human Machine Interfaces) mit Touch-Panel. Das eröffnet der Automatenbranche, den Herstellern von Labor- und Medizintechnik und vielen anderen Geräteherstellern die Möglichkeit, kostengünstig an die Anwendung angepasste Bedieneinheiten zu nutzen.
Damit SYNEXIS eine hohe Anpassungsfähigkeit zu geringen Kosten und eine deutlich kürzere Time-to-Market als eine HMI-Individualentwicklung erzielen kann, sind die Kernkomponenten weitgehend standardisiert, deren Entwicklung bzw. Werkzeugfertigung sehr teuer wären. Bei der Displayart und -größe, der Montage- und Gehäuseart oder der Performance und den Schnittstellen hingegen besteht Flexibilität bei der Individualisierung.
Gehäusekomponenten, mechanische Befestigungen, Embedded-Elektronik-Module oder Kühlkörper sind so ausgelegt, dass sie möglichst vielen Anwendungsfällen gerecht werden. Die Erfahrungen von der S.I.E haben gezeigt, dass die Anforderungen an die Elektronik bzw. Rechnertechnik auch bei unterschiedlichen Einsatzgebieten oft ähnlich sind. Zum Beispiel erfüllt ein Board mit ARM-basierter Embedded-Plattform und einem Prozessor des Typs NXP i.MX8M die typischen Anforderungen an die Computertechnik eines HMI und lässt sich für alle SYNEXIS-Varianten nutzen. Die Plattform bietet zudem die passende Gehäuse- und Befestigungstechnik, was die Konfiguration mechanischer Display-Befestigungsvarianten (wie Front Mount, Rear Mount, Stand-alone-HMI) vereinfacht. Weil Standard-Komponenten häufiger zum Einsatz kommen können als ihre Pendants bei einer Individualentwicklung, entstehen preissenkende Skaleneffekte bei den Entwicklungs-, Werkzeug- und Herstellungskosten. Davon profitieren Auftraggeber.
Die Elektronik ist modular konzipiert: Die Embedded-Plattform lässt sich je nach Anforderung kosteneffizient durch die Nutzung von Feature Connectors aufrüsten, etwa um Sensorik, oder mit Extension Boards um die gewünschten Schnittstellen ergänzen. So kann die S.I.E die Rechnertechnik leicht den jeweiligen Funktions- und Schnittstellenanforderungen anpassen. Die Rechnereinheit und ihre Erweiterungen befinden sich stets in einem Gehäuse, das eine gute elektromagnetische Verträglichkeit mit hoher Abschirmwirkung gegen Störungen und einer leistungsfähigen passiven Kühlung vereint.
Besonders viel Wahlfreiheit bei der HMI-Gestaltung bietet SYNEXIS dort, wo es um das Display und die Integration der Bedieneinheit in (oder an) das Gerät geht. Unter anderem stehen Displays von 5 Zoll bis 15,6 Zoll Diagonale zur Auswahl – weitere Größen auf Anfrage. Die Display-Einbauoptionen reichen von einer flächenbündigen Produktintegration bis zur – wahlweise sogar outdoor-fähigen – Stand-alone-Lösung mit VESA-Befestigungspunkten. Die S.I.E versichert, Kunden müssten bei der Display-Technik von SYNEXIS weder Einbußen bei der Langlebigkeit noch bei der Bedienfreundlichkeit befürchten. Beispielsweise nutzt die Plattform Displays, bei denen ein optisches Bonding zwischen Cover-Glas, Touch und Display gute Kontraste bewirkt, was zusammen mit den hohen Helligkeitswerten für eine hervorragende Ablesbarkeit und Bedienbarkeit sorgt.
Zu den Kosten einer Bedieneinheit gehören aber nicht nur die Ausgaben für deren Entwicklung und Herstellung, auch Handhabung und Montage haben Einfluss auf die Kostenstruktur des Endprodukts. Je einfacher und schneller sich Anschluss und Montage gestalten, desto günstiger kann der Preis des gesamten Produkts ausfallen. Die S.I.E hat diesen Aspekt berücksichtigt und schließt in Kürze die Entwicklung einer werkzeuglosen HMI-Montagemöglichkeit ab. Dabei profitieren die Elektronik-Spezialisten von Synergien mit ihrer Muttergesellschaft Blum, die für ihre Möbelbeschläge bekannt ist. Das Blum-Entwicklerteam brachte einen Lösungsvorschlag ein, bei dem die HMI-Montage statt in Minuten (bei Montage mit Werkzeug und Schrauben) ganz ohne Werkzeug und in Sekundenschnelle möglich ist. Angesichts der Lohnkosten in deutschsprachigen Ländern ein relevanter Kostenvorteil.
Mit der Ready-2-Adapt-Plattform spricht Anbieter S.I.E vor allem kleine und mittelständische Unternehmen an und eröffnet ihnen neue Individualisierungsmöglichkeiten. Adressiert wird zum Beispiel die Automatenindustrie, wo die häufig auftretenden kleinen und mittelgroßen Stückzahlen die Investition in die Individualentwicklungen eines HMI nicht rechtfertigen. Gerade Getränke- und Food-Automaten oder die Bedieneinheiten für 24/7-Stores könnten dank der Entwicklungsplattform SYNEXIS mit zweckoptimierten, hochwertigen Bedieneinheiten ausgestattet werden, ohne dass die Kosten für das HMI explodieren.
Die Entwicklung der SYNEXIS-HMIs ermöglicht es den Kunden, in der Entwicklung bereits auf sogenannte Eval-Kits zurückgreifen. Diese erleichtern das Integrieren des HMI in das Endgerät und ermöglichen es, Feedback im Gesamt-Entwicklungsprozess einzuholen und gegebenenfalls in die weitere HMI-Gestaltung einfließen zu lassen.
Von den Skalierungs- bzw. Kosteneffekten, die SYNEXIS bewirkt, profitieren aber auch große Auftraggeber, die kleine Serien herausbringen wollen. Zum Beispiel ist der Markt für Labor- und Medizingeräte überschaubar, das Interesse an userfreundlichen Bedieneinheiten aber auch bei deren Anwendern groß. Hier kann SYNEXIS für frischen Wind beim Gerätedesign und der Bedienung sorgen.
Nähere Informationen sind unter www.sie.at zu finden.