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Bitkom-Studie

Wachsendes Interesse an Smart Metern

26. November 2020, 14:00 Uhr   |  Nicole Wörner

Wachsendes Interesse an Smart Metern
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Seit Anfang 2020 läuft der Smart-Meter-Rollout. Zunächst misstrauisch beäugt, erfreuen sich Smart Meter mittlerweile wachsender Beliebtheit, wie eine Bitkom-Studie belegt.

So können sich 41 % der Menschen in Deutschland vorstellen, einen Smart Meter zu nutzen. Zu Jahresbeginn vor dem Rollout lag der Wert erst bei 36 %. Dennoch geben wie zu Jahresbeginn 42 % an, noch nie etwas von Smart Metern gehört oder gelesen zu haben. 

Die große Mehrheit der Verbraucher, die Smart Meter bereits nutzt oder sich dafür interessiert, möchte auf dieser Weise jederzeit eine verbrauchsgenaue Stromabrechnung einsehen können (73 %). Rund zwei Drittel (63 %) möchten mit den intelligenten Messsystemen Stromfresser in ihrem Haushalt identifizieren. Und 5 % möchten gerne mit Hilfe der Smart Meter automatisch Verbrauchsprodukte wie Waschmittel oder Spülmaschinentabs nachbestellen, wenn die Geräte eine bestimmte Anzahl von Durchläufen absolviert haben. 

Unter denjenigen, die keinen Smart Meter nutzen wollen, sehen 39 % keinen Nutzen darin, 30 % geben an, die Geräte seien zu teuer und 26 % meinen, Einbau und Installation seien zu aufwendig. Jeder Fünfte (20 %) sorgt sich um den Missbrauch persönlicher Daten und ähnlich viele (19 %) haben generell kein Interesse an Smart-Home-Anwendungen. 12 % haben Angst vor Hacker-Angriffen auf die Smart Meter und 9 % nehmen an, die Technik sei noch nicht ausgereift. 

»Smart Meter machen unsere Energie-Infrastruktur intelligent – das ist eine entscheidende Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende«, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. »Um das Interesse der Bürger noch weiter zu erhöhen, brauchen wir schnellstmöglich Anwendungen, die auf die Smart-Meter-Technologie aufsetzen und den Menschen einen Mehrwert bieten.«

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