ARM mini China will maxi werden China: über ARM-Joint-Venture zur IC-Unabhängigkeit

China will sich von ausländischen IC-Zulieferern unabhängig machen. Das Joint Venture von ARM und chinesichen Investoren kann dabei helfen.
China will sich von ausländischen IC-Zulieferern unabhängig machen. Das Joint Venture von ARM und chinesichen Investoren kann dabei helfen.

ARM mini China will schon 2025 mehr Umsatz machen als ARM selber. Vor allem aber können chinesische Entwickler so an IP von ARM kommen.

Der eigentliche Zweck des Unternehmens besteht darin, China unabhängiger von der Einfuhr von Chips zu machen und dabei zu helfen, eine eigene Halbleiterindustrie aufzubauen. Was diese Abhängigkeit bedeutet, hatten die USA erst vor kurzem gezeigt, als sie amerikanischen Firmen verboten, ihre Chips an ZTE zu liefern. Ob die USA in ähnlicher Weise gegen Huawei vorgehen, wird derzeit noch untersucht.

Erst kürzlich hatte Jack Ma, der Executive Chairman von Alibaba davor gewarnt, dass die USA den Chip-Markt kontrollieren und den Hahn schnell zudrehen könnten.  Japan, China und jedes Land sollten eigene Technologien besitzen. Alibaba ist dann mit guten Beispiel vorangegangen und hat Hangzhou C-SKY Microsystems übernommen, um sein eigenes IC-Geschäft auszubauen. Die Entscheidung dazu sei laut Ma allerdings vor der amerikanischen Entscheidung gegen ZTE gefallen.

Die Pläne für ARM mini China sind groß: Das Unternehmen soll 2025 einen Umsatz von rund 1,9 Mrd. Dollar erreichen, wie die Nikkei Asia Review erfahren haben will. In diesem Jahr will das Unternehmen auf einen Umsatz von 398 Mio. Dollar kommen und einen Gewinn von 30 Mio. Dollar erzielen. 2021 möchte das Unternehmen in China an die Börse gehen.

Über ARM mini China als eine chinesische Firma wollen sich die Unternehmen in China den Zugang du den Support für IP von ARM sichern, der die Grundlage für viele ICs bildet.  Zu den großen Kunden von ARM in China zählen Hisilicon, die Halbleiterfirma von Huawei, Unigroup Spreadtrum & RDA, Xiaomi, Fuzhou Rockchip Electronics, SMIC und viele Start-ups.

Kürzlich hatte Softbank laut Nikkei Asia Review die Kontrolle über die chinesische Tochter an das neue Joint Venture, das unter ARM mini China firmiert, übertragen, an dem ARM 49 Prozent und  chinesische Investoren 51 Prozent halten. Softbank hatte ARM 2016 für 32 Mrd. Euro gekauft. Analysten schätzen, dass ARM in China bisher rund 25 Prozent des Umsatzes erzielt hat.