Schwerpunkte

Intel setzt sich für Transmenschen ein

»Vielfalt und Inklusion sind Kern der Werte von Intel«

28. April 2021, 17:50 Uhr   |  Corinne Schindlbeck

»Vielfalt und Inklusion sind Kern der Werte von Intel«
© Intel

Christin Eisenschmid ist VP, Geschäftsführerin der Intel Deutschland GmbH und Direktorin für weltweite Regierungsbeziehungen. 

Die Geschäftsführerin von Intel Deutschland, Christin Eisenschmid, hat sich anlässlich des internationalen »Tag für die Sichtbarkeit von Transmenschen« zu Wort gemeldet.

»Es ist für uns bei Intel besonders wichtig, auf AktivistInnen aufmerksam zu machen und uns für die Rechte von Transmenschen einzusetzen. Denn je mehr wir die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren, desto eher nehmen Diskriminierungen und Einschränkungen ab.«

Auch in Deutschland würden Transmenschen noch immer in vielen Situationen benachteiligt – am Arbeitsmarkt, im Alltag oder beim Versuch unter der eigenen Identität Verträge abzuschließen. So sei die Kostenübernahme bei transspezifischen Behandlungen weiterhin mit einem langwierigen therapeutischen Prozess verbunden und auch in der Geburtsurkunde ihrer Kinder können sich viele Menschen nach wie vor nicht mit ihrem Geschlecht und Namen eintragen lassen. 

Gleichzeitig gäbe es Hoffnung, dass diese Einschränkungen bald beendet werden. So habe das Europaparlament erst im März mit klarer Mehrheit die EU zum »Freiheitsraum« für LGBTQIA-Menschen erklärt und damit ein klares Zeichen gegen die Diskriminierung von Minderheiten gesetzt.

Eisenschmid: »Vielfalt und Inklusion sind Kern der Werte von Intel. Sie tragen entscheidend dazu bei, dass wir Innovationen weiter vorantreiben. Inklusion bedeutet für uns, eine Kultur zu schaffen, in der die Mitarbeitenden im Arbeitsumfeld ihr authentisches Selbst einbringen können. Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass unsere Unternehmenskultur jeden und jede willkommen heißt. 

Intel hat sich seinen Unternehmenszielen bis 2030 vorgenommen, Diversität und Inklusion weiter zu stärken. Das globale »Inclusion@Intel-Programm« soll Diversität im Arbeitsalltag verankern, Austausch ermöglichen und Fortbildungen, etwa für Führungskräfte, bieten. Unbewusste Klischees und Voreingenommenheit im Einstellungsprozess will Intel minimieren. Eisenschmid: »Schließlich profitieren gerade wir als Unternehmen von einem integrativen Umfeld, da es uns hilft, Talente zu gewinnen, zu halten und zu fördern.«

Auch Lobbyarbeit soll genutzt werden. »Wir wollen unser Netzwerk in der Branche, bei zuliefernden Firmen und in der Politik nutzen, um Transmenschen zu mehr Sichtbarkeit zu verhelfen.« so Eisenschmid. Dass dies weiterhin notwendig sei, zeige auch die aktuelle Diskussion zum Equality Act in den USA. Nach wie vor können dort in 27 US-Bundesstaaten LGBTQIA-Menschen Grundbedürfnisse wie Wohnen, Kredite, lebensrettende Gesundheitsdienste, öffentliche Unterkünfte und Chancengleichheit in Schulen und im Sport verweigert werden. 

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