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Start-ups kommunizieren intern besser

27. Januar 2021, 10:17 Uhr   |  Corinne Schindlbeck

Start-ups kommunizieren intern besser
© Bild: Adobe Stock

Seitdem viele Unternehmen ihre Mitarbeiter vom Homeoffice aus arbeiten lassen, hat die Bedeutung von interner Kommunikation drastisch zugenommen. Der Digital-Workplace-Anbieter Unily hat untersucht, wie traditionelle Unternehmen im Vergleich zu Start-ups abschneiden.

Ein Großteil der deutschen Bevölkerung arbeitet seit fast einem Jahr im Homeoffice –leidet darunter die Kommunikation am Arbeitsplatz? Das hat Unily, Anbieter von Digital-Workplace-Software, anhand von Mitarbeiterbewertungen auf kununu untersucht.

Es ging darum zu erfahren, wie zufrieden ArbeitnehmerInnen in führenden deutschen Unternehmen mit dem internen Informationsaustausch sind. Dafür werteten sie über 48.500 Online-Bewertungen von MitarbeiterInnen der Dax 30 sowie der 30 wichtigsten deutschen Startups aus. 

Die Dax 30-Unternehmen schneiden im Vergleich zu den 30 größten Startups etwas schlechter ab: Mitarbeitende bewerten die internen Kommunikationsabläufe durchschnittlich mit 3,5 von fünf Sternen. Auf dem Treppchen stehen SAP, Infineon und Beiersdorf.

Bei Dax-Neuling Delivery Hero sehen die Mitarbeiter:innen laut Bewertungen Verbesserungsbedarf bei der internen Kommunikation (2,8 Sterne). Der Informationsaustausch bei Deutsche Post DHL, Fresenius Medical Care, Linde und Vonovia SE kommt bei den Angestellten mit je 3,1 Sternen etwas besser an. Auf 3,2 Sterne kommt die HeidelbergCement AG. 

Die beste Bewertung für die internen kommunikativen Abläufe erhielt SAP: Durchschnittlich bewerten Mitarbeitende den Informationsaustausch beim Softwareunternehmen mit 4,3 Sternen.

Mit je 4,8 von fünf möglichen Sternen bewerten MitarbeiterInnen die interne Kommunikation des Autohändlers finn.auto, des Softwareentwicklers quantilope und der Coaching-Plattform CoachHub. Somit teilen sich diese Unternehmen den ersten Platz des Rankings. Das Buchhaltungs-Startup Zeitgold belegt mit 4,7 Sternen den zweiten Rang. Den dritten Platz teilen sich gleich fünf Unternehmen mit je 4,4 Sternen: Spryker Systems, Personio, A-Z GartenHaus, PlusDental und DataGuard.

Den letzten Platz unter den Startups belegt mit 2,8 Sternen Auto1. N26 und Infarm schneiden etwas besser ab (je 3,1 Sterne), ebenso wie GetYourGuide (3,2 Sterne).

Im Durchschnitt erhalten die 30 wichtigsten deutschen Startups von ihrer Belegschaft vier von fünf möglichen Sternen für interne Kommunikationsabläufe. 

Kevin Hähnlein, Digital Workplace Lead der Region DACH bei Unily, kommentiert: “Für viele Firmen, junge wie etablierte, war interne Kommunikation vor der Pandemie noch keine Priorität. Seitdem ist der Handlungsdruck drastisch gestiegen und MitarbeiterInnen müssen stärker an der Kommunikation teilhaben können, anstatt nur einseitig informiert zu werden. Ein herkömmliches Intranet, wie die meisten Unternehmen in Deutschland es noch immer nutzen, reicht dafür nicht mehr aus. Unternehmen müssen auf starke Kollaborationswelten und ein kraftvolles Content Management-System setzen, die digitalen Arbeitsabläufe intuitiv und einfach gestalten und alle ArbeitnehmerInnen, ob Desktop- oder Frontline-Worker, gleichermaßen einbinden und erreichen. Bei dieser Transformationen begleitet Unily führende Unternehmen mit innovativen und flexiblen Plattform-Lösungen, um langfristig konkurrenzfähig und als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben.
 

Bei der Auswahl der Startups berücksichtigte Unily lediglich Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland, die mit mehr als 10 Millionen Euro bzw. US-Dollar im Jahr 2020 finanziert wurden und über 30 Bewertungen auf der Online-Plattform Kununu erhalten haben. Stichtag der Analyse war der 21. Januar 2021.

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