Schwerpunkte

Internationales MINT-Forschungsprojekt

Räumliches Sehen als Schlüssel für MINT-Erfolg

07. Juli 2020, 09:21 Uhr   |  obx

Räumliches Sehen als Schlüssel für MINT-Erfolg
© obx-news/Universität Regensburg/pixabay

Ein Ziel der Regensburger Wissenschaftler: Lösungen für Klassenräume zu entwickeln, die die räumlichen Fähigkeiten verbessern.

Menschen mit guten räumlichen Fähigkeiten schlagen ihre Karriere öfter in die MINT-Richtung ein, zeigt die Forschung. Frauen sind in der Gruppe derer, die weniger gute räumliche Fähigkeiten aufweisen, leider überrepräsentiert. Forscher wollen das Thema nun angehen, angesetzt werden soll ab der Kita.

Die Universität Regensburg will als Teil eines internationalen Forschungsprojekts die räumlichen Fähigkeiten von jungen Menschen stärken. Das Ziel: den Gender-Gap im MINT zu schließen.

Das Projekt wird mit über vier Millionen Euro vom Marie Sklodowska Curie Innovative Training Network gefördert, das zum EU-Programm Horizont 2020 gehört. Vier Jahre lang wird die Initiative aus zehn Europäischen Universitäten und acht nicht-akademischen Partnern 15 Doktoranden rekrutieren und innovative und praktische Ansätze entwickeln. Diese sollen die räumlichen Fähigkeiten von jungen Menschen in Europa verbessern und sie damit besser auf wissenschaftliche, technologische, ingenieurwissenschaftliche und mathematische Fächer vorbereiten.

"Das Projekt unterstützt die Nachwuchsforscher bei der Erhebung der Daten zu den räumlichen Fähigkeiten von Kindern in Europa. Diese werden dann im Zusammenhang zur akademischen Leistung betrachtet", sagt die Regensburger Professorin Dr. Petra Jansen. "Außerdem analysieren die Wissenschaftler das Zusammenspiel von Geschlecht, Region und sozio-ökonomischen Status", ergänzt die Wissenschaftlerin. Entwickelt werden sollen Methoden, um Kinder besser zu fördern: beispielsweise  durch Online-Lehre, Training der Feinmotorik, Workshops und projektbasiertes Lernen.

Langfristig sollen dann nachhaltige Lösungen für Klassenräume zur Verfügung stehen, die die vorhandenen räumlichen Fähigkeiten verbessern. Der Schwerpunkt der Regensburger Arbeitsgruppe liegt in dem Training der räumlichen Fähigkeiten von Kindern im Kindergartenalter. "Das Vorhaben sorgt für einen frischen Wind, um die MINT-Ausbildung und -Karriere so wie früh wie möglich und insbesondere auch für Mädchen zu fördern", sagt Professorin Jansen.

Beteiligt sind an dem Vorhaben neben der Universität Regensburg die Technological University Dublin (Irland), die Technische Universiteit Delft (Niederlande), die Bangor University (UK), die Norges Teknisk-Naturvitenskapelige Universitet (Norwegen), die Latvijas Universit?te (Lettland), die Universiteit Leiden (Holland), die Paris-Lodron-Universität Salzburg, die Universität Koblenz-Landau und Kungliga Tekniska Högskolan (Schweden). 

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