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Infineon will bis 2030 CO2-neutral sein

20. Februar 2020, 10:05 Uhr   |  Corinne Schindlbeck

Infineon will bis 2030 CO2-neutral sein
© Infineon

Dr. Reinhard Ploss, CEO von Infineon: »Mit dem Ziel der CO 2-Neutralität geben wir ein Versprechen nach außen, an dem wir uns messen lassen wollen.«

Infineon hat auf seiner Hauptversammlung in München angekündigt, bis 2030 CO 2-neutral sein zu wollen. Bereits bis 2025 sollen die Emissionen um 70 Prozent gegenüber 2019 gesenkt werden.

Das Ziel bezieht sich auf den eigenen Fußabdruck bei Treibhausgasen und schließt neben allen direkten Emissionen auch indirekte durch Elektrizität und Wärme ein. Infineon leiste damit einen aktiven Beitrag zur weltweiten CO 2-Reduktion und zur Umsetzung der Ziele des Pariser Klimaabkommens.

„Der Klimawandel bedroht das globale Ökosystem und somit die Lebensgrundlage der Menscheit“, sagt Dr. Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender von Infineon. „Die Notwendigkeit zu handeln ist erkannt. Mit dem Ziel der CO 2-Neutralität geben wir ein Versprechen nach außen, an dem wir uns messen lassen wollen. Gleichzeitig ist es Motivation nach innen, alles zu unternehmen, um den eigenen Fußabdruck weiter zu minimieren. Immer bessere Lösungen zu finden, ist das, was uns bei Infineon antreibt. Die Produkte von Infineon sind bereits Grundlage der Energie- und Mobilitätswende.“

Um die Ziele zu erreichen, setzt Infineon vor allem auf die Vermeidung direkter Emissionen und die weitere Reduzierung des Energiebedarfs seiner Anlagen und Prozesse. Dabei spielen der weitere Ausbau des Energieeffizienzprogramms sowie die Anstrengungen zur intelligenten Abluftreinigung eine entscheidende Rolle. Sie tragen wesentlich dazu bei, Treibhausgasemissionen zu reduzieren.

Emissionen, die nicht vermieden werden können, plant das Unternehmen durch den Erwerb von grünem Strom mit Herkunftsnachweisen auszugleichen. Zu einem kleineren Teil werden Emissionen auch durch Zertifikate kompensiert werden, die Entwicklungsförderung und CO 2-Vermeidung kombinieren.

„Schon heute gehört Infineon zu den nachhaltigsten Halbleiterproduzenten“, sagt Jochen Hanebeck, Chief Operations Officer von Infineon. „CO 2-Vermeidung und Ressourceneffizienz in der Fertigung haben seit Jahren Priorität, etwa durch den Aufbau der 300-Millimeter-Dünnwafer-Technologie. Mit dem Ziel der CO 2-Neutralität verstärken wir unsere Anstrengungen: durch Strom aus erneuerbaren Energiequellen und Investitionen in Abluftreinigung, die weit über den Industriestandard hinausgeht.“

Im globalen Branchenvergleich des World Semiconductor Council verbrauchen die Infineon Frontend-Produktionsstandorte rund 52 Prozent weniger Elektrizität je prozessiertem Quadratzentimeter Wafer als der Durchschnitt der Hersteller. Darüber hinaus vermeidet das Unternehmen heute schon ein knappes Drittel seines gesamten CO 2- Fußabdrucks durch intelligente Abluftreinigungskonzepte. Das Unternehmen hat bislang etwa 50 Millionen Euro in diese freiwillige Emissionsreduktionsmaßnahme investiert.

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