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SMIC baut Fab

19. März 2021, 09:18 Uhr   |  Heinz Arnold

SMIC baut Fab
© SMIC

Mit finanzieller Unterstützung der Stadtregierung von Shenzen will SMIC eine 28-nm-Fab für 2,35 Mrd. Dollar bauen.

Die Fab soll im kommenden Jahr die Produktion hochfahren und ist für eine Kapazität von 40.000 Wafern mit einem Durchmesser von 300 mm ausgelegt. SMIC (Semiconductor Manufacturing International Corp.), die größte chinesische Pure-Play-Foundry, geht davon aus, dass sich die Knappheit von Chips in China dieses und kommendes Jahr noch verschlimmern könnte. Deshalb sei es wichtig, im eigenen Land zu fertigen. Im Rahmen des Joint-Ventures mit Shenzen soll eine Fab gebaut werden, die ICs auf Basis der 28-nm-Ebene fertigt.  

»Die Knappheit an Kapazitäten für die Fertigung von Chips ist sehr real und die Situation könnte sich noch verschlimmern, wenn chinesische IC-Hersteller ihre Kapazitäten nicht schnell erweitern«, erklärte Zhang Xin, Senior Vice President von SMIC, auf der Semicon China.

Allerdings steht SMIC auf der „schwarzen Liste“ der Regierung der USA. Das heißt, dass amerikanische Firmen SMIC nicht beliefern dürfen. Weil ein großer Teil des für die IC-Fertigung erforderlichen Equipments von US-Firmen kommt und die USA Druck auf ihre Verbündeten ausüben, ebenfalls keine für die Halbleiterfertigung erforderlichen Maschinen an chinesische Unternehmen zu liefern, die auf der schwarzen Liste der USA stehen, ist SMIC in einer misslichen Lage: Es stehen derzeit einfach nicht genügend einheimische Equipment-Hersteller zur Verfügung, die die Lücke füllen könnten. Ob die Regierung Biden die Bestimmungen zumindest teilweise zurücknimmt, ist derzeit unklar.

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