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Halbleiterengpässe noch mindestens bis 2024

29. April 2022, 7:15 Uhr | dpa, st
Schmuckbild Umsatzsteigerung
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Intel hat im ersten Quartal 2022 einen Umsatz von 18,4 Mrd. Dollar erreicht, das sind 7 Prozent weniger als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Der Gewinn pro Aktie betrug 1,98 Dollar und übertraf damit die eigenen Vorgaben.

Pat Gelsinger, CEO von Intel, erklärte bei der Bekanntgabe der Zahlen, dass das erste Quartal die eigenen Erwartungen sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis übertroffen hat. Intel will bekanntermaßen auch eine der großen Auftragsfertiger im Halbleitermarkt werden und hat die Geschäftsbereiche reorganisiert, um dieses Wachstum zu erfassen und mehr Transparenz zu erreichen. Die Daten der neuen Segmente wurden rückwirkend angepasst, um eine Vergleichbarkeit zu erhalten. Demnach sank der Umsatz in der CCG (Client Computing Group) um 13 Prozent auf 9,3 Mrd. Dollar, die DCAI (Datacenter and AI Group) konnte um 22 Prozent auf 6 Mrd. Dollar zulegen, NEX (Network and Edge Group) wuchs um 23 Prozent auf 2,2 Mrd. Dollar. AXG (Accelerated Computing Systems and Graphics Gropu) legt um 21 Prozent auf 219 Mio. Dollar zu, Mobileye kam auf ein Plus von 5 Prozent auf 394 Mio. Dollar und die Foundry-Geschäfte (IFS: Intel Foundry Services) erreichten ein Plus von 175 Prozent auf 283 Mio. Dollar.

Der Konzern rechnet damit, dass die Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte wieder anzieht und bleibt deshalb trotzdem bei seiner Schätzung von 76 Mrd. Dollar für das Gesamtjahr. Die Folgen der Corona-Lockdowns in Shanghai für die Branche dürften überschaubar bleiben, sofern die Maßnahmen bald wieder aufgehoben würden, sagte Finanzchef David Zinsner in einer Telefonkonferenz mit Analysten.

Nach Einschätzung des Chip-Riesen Intel könnten die aktuellen Halbleiter-Engpässe auch in zwei Jahren noch nicht ganz ausgestanden sein. Die Probleme bei der Fertigungskapazität und der Verfügbarkeit nötiger Maschinen dürften mindestens bis zum Jahr 2024 andauern, so die Überzeugung von Gelsinger.

Unterm Strich sprang der Konzerngewinn von 3,4 auf 8,1 Milliarden Dollar hoch. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel um rund vier Prozent. Analysten hatten auch mit mehr Umsatz im vergangenen Quartal gerechnet.


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