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Applied Materials stoppt Lieferungen

Chinesischer LED-Hersteller ohne Equipment

15. April 2019, 06:52 Uhr   |  Heinz Arnold

Chinesischer LED-Hersteller ohne Equipment
© Applied Materials

Applied Materials ist der derzeit größte Equipment-Hersteller der Welt und beliefert die meisten Halbleiterhersteller mit Maschinen, ohne die sie nicht produzieren könnten.

Applied Materials hat alle Lieferungen und Service-Leistungen an den größten chinesischen LED-Hersteller gestoppt.

Denn das Unternehmen war auf einer schwarzen Liste der US-Regierung aufgetaucht. Xiamen San´an Optoelectronics sei einer von mindestens drei chinesischen Kunden von Applied Materials, der in der schwarzen Liste erwähnt worden sei, so berichtet Nikkei Asian Review. Zwar verhängt die US-Regierung keine direkten Embargos gegen die Firmen, die in der Liste erwähnt sind, allerdings sollten die amerikanischen Zulieferer diese Firmen mit Vorsicht behandeln. Die amerikanischen Equipment-Hersteller könnten sich nicht mehr auf bereits erteilte Lizenzen für die Lieferung von Maschinen oder für Wartungsarbeiten berufen, sondern müssen neue beantragen.

Angeblich habe Applied Materials bereits die eigenen Service-Teams abgezogen und ihre Zulieferer angewiesen, dasselbe zu tun.

Der CEO von Applied Materials, Gary Dickerson, hatte erst Ende März die SEMICON China besucht und dort erklärt, dass die Handelsspannungen zwischen den USA und China »Jahrzehnte des Wachstums gefährden können.« Wenn es beiden Ländern nicht gelänge, ihre Konflikte beizulegen, würden sie in eine »Lose-Lose«-Situation geraten. Applied Materials generiert derzeit rund 26 Prozent des Umsatzes in China.

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