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»SiBRAIN«

Neuer Standard für Entwicklungsboards

17. Juni 2021, 09:30 Uhr   |  Tobias Schlichtmeier

Neuer Standard für Entwicklungsboards
© MikroElektronika

Mit dem SiBRAIN-Standard ist es möglich, einfach MCUs auf Entwicklungsboards zu tauschen.

Der serbische Elektronikspezialist MikroElektronika will einen neuen Standard am Embedded-Markt etablieren. Mit SiBRAIN soll es möglich sein, Mikrocontroller ohne großen Aufwand zu wechseln. Entwickler können ihre Embedded-Designs so schneller zur Marktreife führen.

Der neue Standard »SiBRAIN« des Elektronikspezialisten MikroElektronika – vor allem bekannt durch seine Click-Boards – unterstützt Mikrocontroller (MCUs) von Microchip, Texas Instruments, NXP und ST Microelectronics. Im Wochentakt sollen andere MCUs verschiedener Hersteller folgen. Mit dem Standard ist es möglich, einfach und ohne großen Aufwand, MCUs auf Entwicklungsboards auszutauschen und zu installieren. Voraussetzung ist lediglich, dass das Board mit dem SiBRAIN-Sockel ausgestattet ist. So können Entwickler verschiedene MCUs in Prototypensystemen testen, ohne in teure Hardware investieren oder neue Tools erlernen zu müssen.

Nebojsa Matic, CEO von MikroElektronika, ergänzt: »Aufgrund der fehlenden Standardisierung gibt es für jeden Mikrocontroller einen speziellen Befehlssatz. Das heißt, Entwickler müssen neue Tools erlernen, neue Boards und Lizenzen kaufen beziehungsweise neue Verfahren übernehmen. Mit dem SiBRAIN-Standard für Karten und Sockel gehen wir komplett neue Wege und verhindern vergeudete Entwicklungszeit und helfen, Kosten einzusparen.«

SiBRAIN-Standard
© MikroElektronika

Jede Karte ist mit zwei 168-Pin-Mezzaninsteckverbindern (einer männlich, einer weiblich) mit der üblichen SiBRAIN-Sockelkontaktbelegung ausgestattet.

Bereits 100 Karten im Portfolio

SiBRAIN verwendet das gleiche »Plug & Play«-Konzept, das sich bereits bei der Click-Board-Produktreihe des Herstellers bewährt hat. Je nach Art der MCU und der Anzahl der Kontakte und erforderlichen externen Komponenten gibt es unterschiedliche Erweiterungskarten. Da jedes Board eine eigenständige Einheit ist, kann das Entwicklungssystem so auf der Logikebene betrieben werden, ohne die Besonderheiten und spezifischen Anforderungen der verschiedenen MCUs berücksichtigen zu müssen. So hat der Entwickler weitgehend die freie Wahl bei den MCUs, ungeachtet der Anzahl oder Belegung der Anschlüsse. Ein weiterer Vorteil ist der unkomplizierte Austausch der SiBRAIN-MCU-Karten während der Entwicklungsphase - ohne zusätzliche Hardware.

Jede Karte ist mit zwei 168-Pin-Mezzaninsteckverbindern (einer männlich, einer weiblich) mit der üblichen SiBRAIN-Sockelkontaktbelegung ausgestattet. Die Karten sind einfach auf jedes Dev-Board mit SiBRAIN-Sockel aufsteckbar und dank des Designs ist eine Falschsteckung ausgeschlossen. Bereits jetzt bietet der Hersteller mehr als 100 Boards für weit verbreitete MCU-Baureihen an, zum Beispiel STM32, PIC32, TIVA, MSP432 und Kinetis – jede Woche kommen neue Karten hinzu.

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