Arm erweitert Portfolio

Neuer Prozessor für IoT-Funktionen

27. April 2022, 9:00 Uhr | Tobias Schlichtmeier
Arm Total Solutions for IoT
© Arm

Arm erweitert seine IoT-Plattform mit zwei neuen Lösungen für Cortex-M- und -A-Prozessoren. Sie sollen den Entwicklungsprozess beschleunigen. Zudem bringt das Unternehmen den Cortex-M85-Prozessor auf den Markt und erweitert seine Virtual Hardware auf weitere Plattformen.

Mit »Total Solutios for IoT« verknüpft Arm Hardware, Plattformsoftware, Modelle für maschinelles Lernen (ML), Tools und vieles mehr. Hiermit soll die Produktentwicklung vereinfacht und der Entwicklungsprozess beschleunigt werden. Herzstück der Plattform ist Corstone, ein vorzertifiziertes IP-Subsytem.

Arms »Total Solution for Cloud Native Edge Devices« ist die erste Plattform, die für Cortex-A entwickelt wurde und auf Corstone-1000 basiert. Sie ermöglicht die Entwicklung von Workloads für Geräte wie Wearables, Gateways und intelligente High-End-Kameras. Da das Corstone-1000 System-ready-konform arbeitet, profitieren Entwickler zudem von Arms Project Cassini.

Neu ist außerdem Arms »Total Solution for Voice Recognition«, das auf Corstone-310 basiert. Die Funktion ist auf dem neuen Cortex-M85 und dem Ethos-U55 vorintegriert. So lassen sich verschiedene Anwendungsfälle entwickeln, von intelligenten Lautsprechern und Thermostaten bis hin zu Drohnen oder Fabrikrobotern.

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Cortex-M85-Architektur

Der Arm Cortex-M85 ist der bisher leistungsstärkste Cortex-M-Prozessor und stellt ein Architektur-Upgrade zu Arm-v8-M für Anwendungen mit hoher Leistung dar. Arm M-85 bietet:

  • 30 % Leistungszuwachs im Vergleich zu Cortex-M7
  • Arm »Helium«-Technologie zur Unterstützung von Endpunkt-ML- und DSP-Workloads
  • Verbesserte Sicherheit mit Arm »TrustZone«. Sie umfasst Pointer Authentication und Branch Target Identification (PACBTI), ein neues Architekturmerkmal mit verbesserter Abwehr von Softwareangriffen, um PSA Certified Level 2 zu erreichen.

Virtual Hardware adressiert bestehende Geräte, Hardware und Projekte

Arms »Virtual Hardware« ermöglicht die Softwareentwicklung vor der Wahl des Halbleiters. Es ermöglicht dem Arm-Ökosystem die Cloud-basierte Entwicklung und Continous Integration/Continous Deployment, ohne dass Entwickler auf große kundenspezifische Hardware-Bestände zurückgreifen müssen. Zu den Neuzugängen bei Virtual Hardware gehören die neuen Corstone-Designs sowie 7 Cortex-M-Prozessoren, die von Cortex-M0 bis Cortex-M33 reichen. Arm erweitert die Bibliothek mit Hardware von Drittanbietern wie NXP, ST Microelectronics und Raspberry Pi.

Weiterhin investiert Arm in das Projekt Centauri und stellt die erste Version des »Open IoT SDK Frameworks« vor. Es enthält den neuen Open-CMSIS-CDI-Softwarestandard, ein von der Community betriebenes und bei Linaro gehostetes Projekt, das ein Common Device Interface (CDI) für das Cortex-M-Ökosystem definiert. Acht wichtige Branchenakteure sind bereits beteiligt, darunter Halbleiterpartner, Cloud-Service-Anbieter, ODMs und OEMs.


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