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Debugging mit der UDE

Neue Features für Mikrocontroller von ST

08. Juli 2021, 09:00 Uhr   |  Tobias Schlichtmeier

Neue Features für Mikrocontroller von ST
© PLS Programmierbare Logik & Systeme

Für eine Laufzeitanalyse greift die UDE auf die Trace-Funktionen der Cortex-R52- und -M4-Kerne zurück.

Umfangreiche Debug- und Trace-Funktionen für die Stellar-SR6-P- und SR6-G-Serie von STMicroelectronics enthält die aktuelle Version der Universal Debug Engine (UDE) von PLS. So sind unter anderem Laufzeitanalysen möglich.

Die SR6-P-Serie von STMicroelectronics findet sich beispielsweise in Antriebssträngen, Elektrifizierungslösungen und domänenorientierten Systemen. Hingegen reicht das Anwendungsspektrum der SR6-G-Serie von der High-End-Karosserie bis hin zu zonenorientierten Fahrzeugarchitekturen. Beide Modellreihen sind mit Arm-Cortex-R52-Kernen ausgestattet. Sie arbeiten teilweise im Lock-Step- oder Split-Lock-Modus und enthalten bis zu 20 MB Phase-Change-Memory. Zudem ermöglicht der Dual-Image-Speicher des SR6 ein Umprogrammieren via Over-The-Air.

Laufzeitanalyse, Debugging und Tracing

PLS Programmierbare Logik und Systeme unterstützt die Eigenschaften der beiden MCUs mit umfangreichen Debug- und Trace-Funktionen für Multicore-Debugging. Entwicklern erleichtert das die Fehlersuche, den Test und die Systemanalyse. Mit »Multi Core Run Control« lassen sich beispielsweise sowohl die Cortex-R52-Kerne synchronisieren als auch die Cortex-M4-basierten Accelerator-Kerne. Außerdem lassen sich wahlweise alle Kerne – oder eine ausgewählte Gruppe von Kernen – synchron starten und stoppen.

Weiterhin stellt die UDE Entwicklern Multi-Core-Breakpoints bereit, die sich unter anderem in gemeinsam verwendetem Code nutzen lassen.Ein solcher Breakpoint wirkt immer und völlig unabhängig davon, welcher Kern gerade den jeweiligen Code ausführt. Als zusätzliches Feature erlaubt es die UDE, das integrierte Hardware-Security-Modul sowie die Generic Timer Module (GTM) 4 mit ihren Timed-I/O-Funktionen zu debuggen.

Für eine Laufzeitanalyse greift die UDE auf die Trace-Funktionen der Cortex-R52- und -M4-Kerne zurück. Zusätzlich können Entwickler die Datentransfers über das On-Chip-Netzwerk beobachten. Ebenfalls stellt die UDE Trace-Funktionen für die GTM4 bereit. Mit ihnen lassen sich sowohl die Ausführung von Code in der GTM als auch GTM-spezifische Signale mit hoher zeitlicher Auflösung beobachten. In der SR6-P- und SR6-G-Serie implementierter Phase Change Memory lässt sich mit dem in der UDE integrierten Programmierwerkzeug ebenfalls programmieren, wobei spezielle Funktionen auch für eine reibungslose Unterstützung von Software-over-the-Air sorgen.

Übertragen der Daten

Für die Kommunikation zwischen den ST-Bausteinen und der UDE können Entwickler zwischen den Geräten »UAD2pro«, »UAD2next« und »UAD3+« von PLS wählen. Zur Aufzeichnung von Trace-Daten stehen im UAD2next bis zu 512 MB Speicher und bis zu 8 GB Trace-Speicher im UAD3+ bereit. Übertragen werden die Trace-Daten über den High Speed Serial Trace Port (HSSTP) der Stellar-Bausteine.

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