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ADLink vertraut auf Arm-Architektur

COM-HPC-Modul mit Ampere-Prozessor

15. September 2021, 15:00 Uhr   |  Tobias Schlichtmeier

COM-HPC-Modul mit Ampere-Prozessor
© ADLink Technology

Das COM-HPC Altra von ADLink Technology.

ADLink Technology erweitert sein Produkt-Portfolio um das COM-HPC-Server-Modul »Altra«. Es richtet sich an Edge-Anwendungen für rechenintensive Workloads. Herzstück des Moduls ist das Altra-SoC von Ampere.

Amperes Altra-SoC basiert auf der Neoverse-N1-Architektur von Arm mit bis zu 80 Kernen und 64 Bit, die mit bis zu 2,8 GHz bei 175 W arbeiten. Laut Hersteller bietet das Modul geringere Gesamtbetriebskosten als vergleichbare x86-Designs und eine sehr geringe Leistungsaufnahme. ADLink entschied sich für den Ampere-Prozessor, da er eine sehr gute Leistung im Vergleich zu den Kosten bietet.

Das Altra bietet drei PCIe-Gen4-x16-Lanes für Workloads in Echtzeit, wie autonomes Fahren, stationäre und mobile Robotik, medizinische Bildgebung oder Test- und Messverfahren. Außerdem eignet es sich als Entwicklungs- und Kompilierungssystem für energieeffiziente Arm-Embedded-Designs.

Ampere Altra ist einer der ersten SoCs mit Arms »SystemReady«-Zertifizierung. SystemReady hilft Software dabei, nahtlos in einem Ökosystem von Arm-basierter Hardware zu laufen. Außerdem will ADLink das Altra-Prototypsystem als SystemReady-Gerät zertifizieren. Zudem unterstützt das Altra den Open Source Code »edk2« als Bootloader mit UEFI. Anwender können des Weiteren eine Standard-ISO von aarch64 (arm64) wie Ubuntu herunterladen und durch Booten einer Live-ISO direkt auf dem Zielsystem installieren. ADLink hat bereits mit dem Ausliefern von Mustern des Prototyps an Ökosystempartner begonnen und nimmt ab sofort Vorbestellungen entgegen.

Autonomes Fahren im Fokus

Weiterhin kündigte Arm heute seine Plattform »Scalable Open Architecture for Embedded Edge« (SOAFEE) an. Arms Referenz-Hardware-Plattformen von SOAFEE besteht aus der Altra-betriebenen »AVA Developer Platform« von ADLink. Sie wird von Automobilherstellern zum Entwickeln und Testen von Arm-basierten SoCs verwendet. Außerdem kommt ADLinks »AVA-AP1«-Plattform für die Prototypenentwicklung beim Fahrzeugbau zum Einsatz. Derzeit arbeiten die OEMs daran, von der hohen Anzahl der Steuergeräte im Auto auf einige kleine »Domain Controller« umzustellen – mit der Vision, in Zukunft ein Steuergerät auf Basis eines einzigen Arm-SoCs zu nutzen.

Die wichtigsten Merkmale des Altra im Überblick

  • Arm Neoverse-N1-Architektur
  • Skalierbar, von 32 bis 80 Arm v8.2 64-Bit-Kerne (60 bis 175 W)
  • 768 GB DDR4 mit 6 individuellen Speicherkanälen
  • 64x PCIe Gen4 Lanes
  • edk2-Bootloader mit TianoCore/UEFI
  • Arm SystemReady: bereit zur Installation von aarch64 Ubuntu 20.04, Yocto Linux
  • GbE-Unterstützung: 4x 10GbE und 1x GbE
  • SOAFEE-konform

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